Dämmmaterialien und Dämmstoffe im Vergleich

Dieser Beitrag wurde am 27. September 2017 veröffentlicht.

Dämmmaterialien sind Baustoffe, die hauptsächlich der Wärmedämmung und Schalldämmung dienen. Durch eine gute Wärmedämmung werden jährlich nicht nur bis zu 30% der Heizkosten eingespart, sondern darüber hinaus wird auch noch das Wohnklima, sowie der Schallschutz deutlich verbessert und es wird sich aktiv am nachhaltigen Klimaschutz beteiligt.

Unterschieden werden die Dämmstoffarten in anorganische, synthetische und ökologische Dämmstoffe. Jedoch ist nicht jedes Material für jeden Einsatzort, wie beispielsweise für eine Untersparren-, Zwischensparren- oder Aufsparrendämmung geeignet, weshalb sich vor dem Bauvorhaben hinreichend informiert werden sollte.

Für die Dämmung eines Daches von innen kommen verschiedene Dämmmaterialien frage. Für die innere Dämmung eines Daches kommen verschiedene Dämmmaterialien frage.

Abhängig von der Art der Dämmung werden unterschiedliche Dämmstoffe verbaut. Kriterien für einen geeigneten Dämmstoff sind unter anderem die Wärmeleitfähigkeit, die je niedriger umso besser dämmt, die Baustoffklasse, die Aufschluss über die Brennbarkeit des Dämmmaterials bietet, der Wasserdampfdiffusionswiderstand und die Schalldämmung. Die Dämmung eines Daches muss entsprechend der aktuellen Energiesparverordnung (EnEV) von 2014 eine Wärmeleitfähigkeit von 0,24 W/(m²K) ausweisen.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Das Bauvorhaben einer Dach-Dämmung wird staatlich unterstützt, sodass die Investitionskosten, sowohl für den Handwerker als auch für das Material, gesenkt werden können. Beispielsweise bieten Banken zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für Maßnahmen der Dämmung an.

 

Anorganische Dämmstoffe:

Anorganische Dämmstoffe lassen sich einfach handhaben, sind leicht zu schneiden und lassen sich einfach verlegen. Mineralwolle kann in Form von Platten, Rollen oder Matten gekauft werden. Die üblichen Dicken liegen bei 12 bis 240 Millimeter.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Anorganische Materialien überzeugen durch deren preiswerte Anschaffungskosten und ihren guten Schallschutz.

Glaswolle

Vorteile: Der Vielfältige Mineral-Dämmstoff bietet eine besonders gute Dämmeigenschaft mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,032 -0,040 W/(m K). Glaswolle ermöglicht eine Dämmdicke von lediglich 14 cm durch einen guten Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert). Zusätzlich ist der Dämmstoff Schimmel- und Ungezieferresistent. Glaswolle verfügt außerdem über gute Brandschutzeigenschaften, gehört zu der nicht brennbaren Baustoffklasse A1 und hat einen herausragenden Schallschutz.

Herstellung: Damit Glaswolle entsteht werden in der Herstellung mineralische und synthetische Substanzen miteinander verbunden. Meist wird Altglas mit einer Kalkstein- oder Sandbeimischung aufgeschmolzen, aus dem durch das Spinnen zu Fäden ein Vlies entsteht, der abschließend durch Zugabe eines Bindemittels ausgehärtet wird.

Nachteile: Glaswolle kann nur an Stellen im Dach verlegt werden, an die keine Feuchtigkeit gelangt und keine Druckbelastungen entstehen. Außerdem ist der Energieaufwand während der Herstellung von Glaswolle sehr hoch und nicht umweltfreundlich.

Anwendung: Unter-, Zwischen- und Aufsparrendämmung, Außerdämmung einer Wand hinter einer Abdichtung, Perimeterdämmung

Steinwolle

Vorteile: Steinwolle hat genauso wie Glaswolle eine herausragende Wärmeleitfähigkeit von 0,032 - 0,040 W/(m K) und muss mit lediglich 14 cm Dämmdicke verbaut werden. Die Steinwollmatten haben aufgrund ihrer hohen Rohdichte besonders gute Schallschutz- und Brandschutzeigenschaften. Die Steinwolle gehört der nicht brennbaren Brandschutzklasse A1 an. Die hohe Rohdichte trägt zudem dazu bei, dass Sonnenstrahlen zeitverzögert als Wärme ins Hausinnere abgegeben werden und wirkt somit auch als guter Hitzeschutz. Zusätzlich ist die Dämmung nicht nur relativ günstig, sondern auch Ungeziefer- und Schimmelresistent.

Herstellung: Steinwolle wird aus verschiedenen Mineralen, wie Dolomit, Scherben und Sand zu gleichen Teilen gemeinsam mit Eisenoxid und Zement in einer Schmelzwanne geschmolzen. Die daraus hergestellten Fasern werden mit einem Bindemittel zum Vlies gesponnen und ausgehärtet. Deshalb gehört der Dämmstoff Steinwolle, genauso wie Glaswolle zu den mineralisch-synthetischen Dämmstoffen und wird auch als Mineralwolle bezeichnet.

Nachteile: Eine höhere Rohdichte bedeutet auch immer ein höheres Eigengewicht, welches bei der Konstruktion bedacht werden sollte. Außerdem kann Steinwolle nur an Stellen eingesetzt werden, wo keine Feuchtigkeit eindringen kann, da sonst die Wirkung verloren geht. Der Energieaufwand bei der Produktion von Steinwolle ist zudem sehr aufwendig.

Anwendung: Unter-, Zwischen- und Aufsparrendämmung, Dämmung der Decke, Fassaden- und Wanddämmung

Steinwolle eignet sich optimal für die Wärmedämmung eines Daches. Steinwolle eignet sich optimal für die Wärmedämmung eines Daches.

 

Synthetische Dämmstoffe:

Synthetische Dämmstoffe werden meist in Platten- oder Mattenform hergestellt und zeichnen sich durch ihre leichte Verarbeitbarkeit aus. Sie haben eine gute Dämmwirkung und sind ein vergleichsweise günstiges Dämmmaterial. Synthetische Dämmstoffe sind gesundheitlich bedenklich und sollten aufgrund möglicher giftiger Ausgasungen nicht im Innenraum eingesetzt werden.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Synthetische Dämmstoffe können auch als loses Granulat, als Schüttung oder als Einblasdämmstoff zum Einsatz kommen.

Polyurethan (PUR)

Vorteile: PUR besitzt eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit von circa 0,023 bis 0,030 W/(m K) und muss lediglich mit einer Dämmdicke von 14 cm verbaut werden. Polyurethan ist feuchtigkeitsbeständig und weist eine hohe Druckfestigkeit auf. Zusätzlich hat Polyurethan eine ausgezeichnete Brandschutzklasse, wodurch sich bei einem Brand das Feuer nicht in der Dämmung ausbreitet.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Polyurethan überzeugt durch eine hohe Dämmwirkung bei einer geringen Dämmstoffdicke und eignet sich deshalb optimal für schlank ausgestaltete Bauteile.

Herstellung: Polyurethan entsteht aus einer chemischen Reaktion, in der Methylendiisocyanate (MDI) und Polyol mit einem niedrig siedenden Treibmittel versetzt werden, aus dem ein Schaum entsteht. Das Treibmittel bleibt durch die geschlossene Zellstruktur des Schaumes in deren Zellen. Zusätzlich werden Schaumstabilisatoren und Mittel zur Verbesserung des Brandschutzes zugeführt.

Nachteile: Zur Herstellung der Polyurethan-Platten wird ein großer Energieaufwand betrieben und viel Erdöl verwendet, was der Einsparung von Energie und fossilen Ressourcen widerstrebt.

Anwendung: Aufsparrendämmung, Fassadendämmung, Keller- und Perimeterdämmung

Styropor/EPS

Vorteile: Styropor hat hervorragende Dämmeigenschaften, weshalb die Dämmdicke, durch die Wärmeleitfähigkeit von 0,032 - 0,040 W/(m K), nur 14 cm betragen muss. EPS verrottet nicht, ist feuchtigkeitsbeständig, hat vergleichsweise geringe Kosten und verwittert nur sehr langsam.

Herstellung: Styropor oder auch expandierter Polystyrolpartikelschaum (EPS) wird aus Mineral- beziehungsweise Erdöl hergestellt. Das Kunststoff Polystyrol als Granulat wird mit einem Treibmittel aufgeschäumt, wobei sich das Granulat auf das 20- bis 50-fache Volumen aufbläht. Die entstandenen Styroporkugeln werden anschließend miteinander verschweißt, sodass sich die Platten herstellen und sich mittels Hitze verformen lassen. Der synthetisch-organische Dämmstoff wird in Form von Platten angeboten.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Mit Grafit vermischter Styropor, wirkt nicht nur als grauer Farbstoff, sondern die eingeschlossenen Grafitpartikel können einen Teil der Wärmestrahlung reflektieren und absorbieren. Dies trägt maßgeblich zum Wärmeschutz bei und lässt die Wärmeleitfähigkeit des Materials im Gegensatz zu nicht mit Grafit versetztem weißem EPS um rund 20% sinken.

Nachteile: EPS ist normal entflammbar und gehört zu der Brandstoffklasse E2, weshalb von einer starken Qualmbildung bei einem Brand auszugehen ist. Styropor ist nicht UV-beständig, das Material vergilbt und versprödet mit der Zeit. Da Styropor diffusionsdicht ist, ist eine Schimmelbildung möglich. Des Weiteren ist Mineral- und Erdöl kein unbegrenzter Rohstoff und bei der Produktion von Styropor wird sehr viel Energie aufgewendet. EPS ist nicht für den druckfesten Einbau geeignet.

Anwendung: Fassaden-Außendämmung, Perimeterdämmung, Dämmung von zweischaligen Wänden oder in Holzrahmen, Zwischensparrendämmung

Styrodur/XPS

Vorteile: Styrodur hat gute Dämmeigenschaften und kann hohen Feuchtigkeitsbelastungen standhalten, weshalb dies ein beliebter Dämmstoff für Flachdächer ist. Der Dämmstoff XPS bietet eine gute Isolierung gegen Temperaturunterschiede und ist unverrottbar. Die feine Körnung macht den Dämmstoff robust und stabil, was diesen optimal für hohe Druckbelastungen eignet. Außerdem verfügt das Dämmmaterial XPS über ein geringes Gewicht und ist kostengünstig.

Herstellung: Der Dämmstoff Styrodur oder auch extrudiertes Polystrol (XPS) wird mit Hilfe eines Extruders hergestellt, indem das Granulat des Kunststoffs geschmolzen und anschließend mit verschiedenen Additiven versetzt wird. Dazu gehören ein Treibmittel und Zusatzstoffe zur Verbesserung des Brandschutzes. Die Mischung wird anschließend aufgeschäumt, wodurch die sehr feine und geschlossene Zellstruktur für die erhöhten Anforderungen entsteht.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Wahlweise sind die Platten mit einer Nut und Feder oder einem Stufensatz versehen, was den Einbau erheblich vereinfacht.

Nachteile: Da Styrodur kein erneuerbarer Rohstoff ist, kann dieser nicht unbegrenzt verwendet werden. Zusätzlich ist der Dämmstoff nicht UV-beständig, da dieser durch die Sonneneinstrahlung spröde wird.

Anwendung: Dämmung Kelleraußenwände, Perimeterdämmung, Flachdachdämmung, Aufsparrendämmung

 

Ökologische Dämmstoffe:

Ausgangsstoffe für ökologisches Dämmmaterial sind nachwachsende Rohstoffe. Die Rohstoffe werden umweltverträglich getrocknet und anschließend zu einem Vlies, Matten oder Platten gepresst. Als Bindemittel werden entweder natürliche oder synthetische Stoffe zugeführt. Damit das Dämmmaterial vor Feuchtigkeit und Schädlingen geschützt ist und den Brandschutz erfüllt, werden Chemikalien zugeführt, die gesundheitlich unbedenklich sind.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Damit das ökologische Dämmmaterial vor Feuchtigkeit und Schädlingen geschützt ist, müssen beim Einbau konstruktive Maßnahmen getroffen werden.

Hanf

Vorteile: Hanf-Wolle weist positive Dämmeigenschaften, mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,040-0,045 W/(m K) und somit einer Dämmdicke von 16 cm, auf. Der organische Dämmstoff Hanf bietet sehr gute Schallschutzeigenschaften und eine hohe Feuchtebeständigkeit, sowie eine Schimmel- und Schädlingsresistenz. Die positive Kohlenstoffdioxid-Bilanz des natürlich nachwachsenden Rohstoffes resultiert unteranderem aus dem geringen Primärenergiebedarf bei der Herstellung.

Herstellung: Der pflanzliche Dämmstoff Hanf wird mit dessen Fasern zu einem Vlies gebündelt und mittels Stärke oder Stützfasern versteift. Salze werden als Brandschutzmittel hinzugefügt.

Nachteile: Trotz der Zugabe von Ammoniumphosphat beziehungsweise –sulfat beträgt die Baustoffklasse lediglich B2, was einem normal entflammbaren Dämmstoff entspricht.

Anwendung: Zwischen- und Aufsparrendämmung, Dämmung von Raumtrennwänden und Holzrahmen, Außendämmung einer Fassade hinter einer Verkleidung

Holzfaser

Vorteile: Holzfaser ist ein Natur-Dämmstoff mit einer guten Wärmeleitfähigkeit von 0,04 – 0,055 W/(m K), sodass die Dämmschicht 18 cm betragen muss. Holzfaser hat neben den guten Schallschutzeigenschaften die positive Fähigkeit eine gewisse Menge Wasser aufzunehmen, ohne die dämmende Leistung zu verschlechtern. Das reine Naturprodukt wird energiearm produziert und schützt das Hausinnere durch die sehr hohe, spezifische Wärmekapazität vor übermäßiger Hitze. Die Platten sind diffusionsoffen, sodass diese schimmelresistent sind.

Herstellung: Holzfasern werden aus zerfastem Altholz (z.B. Tanne, Fichte oder Kiefer), durch die Zugabe von Wasser zu einem Brei vermengt, anschließend getrocknet oder zu Holz-Dämmplatten gepresst. Das holzeigene Lignin verklebt die Fasern, sodass meistens keine chemischen Zusätze als Bindemittel von Nöten sind.

Nachteile: Die natürlichen Holzfasern, sind im Gegensatz zu anderen Dämmstoffen als teuer anzusehen. Zudem sind Holzfaser-Platten der Baustoffklasse B2, der normalen Entflammbarkeit, zugeordnet.

Anwendung: Zwischen- und Aufsparrendämmung, Innendämmung

Holzfaser Holzfaser ist ein natürlicher Dämmstoff der aus Holzfasern besteht.


Holzwolle

Vorteile: Der Dämmstoff Holzwolle liegt im ökologischen Bereich durch die energiearme Produktion weit vorne und ist sowohl Ungeziefer-, Verrottungs- und Pilzbefall-resistent. Der Dämmstoff weist besonders gute Schallschutzeigenschaften und eine gute Wärmespeicherkapazität auf, wodurch die Innenräume des Hauses nicht zu schnell erhitzen. Zusätzlich überzeugt Holzwolle durch die sehr gute Baustoffklasse des Dämmstoffes, die als nicht brennbar mit brennbaren Anteilen von Baustoffen angegeben ist.

Herstellung: Aus einem aus feinen Holzfasern gebildeten Vlies entsteht Holzwolle, diese wiederrum durch Bindemittel, wie beispielsweise Magnesit zu festen Dämmplatten gebunden wird.

Nachteile: Die geringe Wärmedämmung zählt zu den Nachteilen der Holzwolle. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt lediglich 0,09 W/(m K) und somit müsste die Dämmdicke 36 cm betragen um den Anforderungen zu entsprechen. Häufig werden verschiedene Dämmstoffe in Kombination verbaut um die Dicke zu minimieren.

Anwendung: Zwischen- und Aufsparrendämmung, Dämmung Kellerdecke, Trennwände und Trenndecken, Dämmung von Außenwänden

Kokosfaser

Vorteile: Kokosfaser ist ein natürlicher, nachwachsender Dämmstoff ohne Fäulnisprozesse und kann aufgrund dessen sowohl für die Innen- als auch für die Außendämmung verwendet werden. Kokosfasern weisen mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,04 - 0,05 W/(m K) eine gute Dämmwirkung auf, sodass die Dämmschicht circa 18 cm betragen muss. Die organische Kokosfaser bietet einen guten Schallschutz, ist feuchteregulierend und diffusionsoffen. Die schimmel- und verrottungsresistenten Kokosfasern sind zudem bruchfest und elastisch.

Herstellung: Die Kokosfaser wird aus der Schale der Kokosnuss, durch die Zersetzung durch Fäulnisprozesse gewonnen. Nachdem die Kokosfasern gewaschen und getrocknet wurden, werden diese zu einem Vlies gebunden. Die Zugabe von Borsalzen und Ammoniumphosphat unterstützen den Brandschutz.

Nachteile: Zugeordnet ist der organische Dämmstoff der Baustoffklasse B2, also ist dieser als normal entflammbar einzustufen. Kokosfasern sind im Gegensatz zu anderen Dämmstoffen sehr preisintensiv und können nicht in sehr druckintensiven Dämmungen verbaut werden. Durch die internationale Anlieferung wird auch die Ökobilanz des Dämmstoffes verschlechtert.

Anwendung: Zwischen- und Aufsparrendämmung, Kerndämmung, Dämmung der Fassade

Neptutherm/Seegras

Vorteile: Die guten Dämmwerte des Dämmstoffes liegen bei einer Wärmeleitfähigkeit von 0,04 - 0,045 W/(m K) und müssen demnach 18 cm Dicke betragen um den Anforderungen des Energieverbandes zu entsprechen. Zusätzlich bietet das natürliche Seegras eine hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit und eine sehr schlechte Entflammbarkeit, nebst der Schädlings- und Schimmelresistenz.

Herstellung: Der ökologische Dämmstoff Neptutherm besteht aus 100% natürlichem Seegras.

Nachteile: Seegras hat hingegen zu anderen Dämmstoffarten sehr hohe Kosten.

Anwendung: Zwischensparrendämmung, Dämmung der obersten Geschossdecke, Innendämmung einer Fassade

Schafwolle

Vorteile: Die Dämmeigenschaften liegen bei einer Wärmeleitfähigkeit von 0,035-0,045 W/(m K) und somit muss die Dämmschicht lediglich 16 cm betragen. Schafwolle hat die besondere Eigenschaft bis zu 33% des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abgeben zu können. Zudem übt die Wolle eine reinigende Wirkung auf die Raumluft aus. Neben der guten Schalldämmung besitzt Schafswolle gute ökonomische und ökologische Werte, durch den niedrigen Energieaufwand aus dem der natürliche Rohstoff gewonnen wird. Preislich liegt die Schafwolle im günstigen Mittelfeld.

Herstellung: Schafwolle ist bislang der einzige regenerative Dämmstoff aus tierischen Fasern. Die gesäuberten Fasern werden zu einem Vlies verarbeitet bevor Borsalz hinzugefügt wird um die Entflammbarkeit des Materials zu senken.

Nachteile: Als größter Nachteil ist die Anfälligkeit für Verrottung zu nennen. Trotz der Behandlung durch Borsalze ist der Dämmstoff der Baustoffklasse B2, der normalen Entflammbarkeit, zugeordnet. Grundsätzlich zieht die Wolle durch den hohen Eiweißanteil Insekten an, was jedoch durch die Zugabe von Borsalzen wiederrum verhindert wird und somit Schädlingsresistent ist. Nachteilig ist, dass die Kompostierung durch diesen Vorgang erschwert wird.

Anwendung: Zwischen- und Aufsparrendämmung, Innendämmung von Raumdecken

Schilf

Vorteile: Schilf weist besonders herausragende Dämmeigenschaften, mit einer Wärmeleitfähigkeit von circa 0,04 - 0,055 W/(m K) auf. Die geringe Wärmeleitfähigkeit ermöglicht eine dünne Dämmstoffdicke von 18 cm. Schilfrohr wird aus dem eigenen nachwachsenden Rohstoff gewonnen und ist zu 100% natürlich. Zusätzlich verhindert die hohe Wärmekapazität das Überhitzen des Hausinneren. Die Schilf-Dämmplatten haben einen guten Schallschutz und sind resistent gegenüber Feuchtigkeit, Schimmel und Fäulnis. Der Naturdämmstoff bietet die ökologisch verträgliche Alternative zu traditionellen Dämmstoffen mit einer sehr guten ökologischen Bilanz aufgrund der energiearmen Produktionsweise.

Herstellung: Damit ein Schilf-Dämmstoff entsteht werden mehrere parallele und vorwiegend lange Schilfrohre zu einer Dämmstoffplatte gepresst. Die langen Schilfrohre weisen große Luftkammern auf, die die Dämmeigenschaften verbessern.

Nachteile: Die Schilf-Dämmplatten sind der Baustoffklasse B2, der normalen Entflammbarkeit zugeordnet, setzen bei einem Brand jedoch keine umweltgefährdenden Stoffe frei. Dies resultiert aus der hohen Feueranfälligkeit von trockenem Schilf, trotz des natürlich im Schilfrohr vorhandenen Kieselsäureanteils, welches brandhemmend wirkt. Zusätzlich sind Schilfrohre sehr schwer, pro Kubikmeter wiegt die Schilf-Dämmung circa 190 Kilogramm.

Anwendung: Unter-, Zwischen- und Aufsparrendämmung, Decken- und Bodendämmung

Zellulose

Vorteile: Dämmstoffe aus Zellulose haben eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit von 0,04 - 0,045 W/(m K), wodurch die Dämmschicht lediglich 16 cm betragen muss. Zellulose bietet zudem einen guten Hitzeschutz.

Herstellung: Die Zellulose-Dämmung wird in Plattenform oder als lose Faser angeboten. Die aus Altpapier gewonnen Fasern werden mit Wasserdampf zu Platten gepresst und mittels Borsalzen brandschutzsicherer gemacht. Die losen Zellulose-Fasern werden nach dem Aufschlussverfahren einfach getrocknet und ebenfalls mit den Borsalzen versehen.

Nachteile: Zellulose-Platten werden trotz der Zugabe von Borsalzen in die Brandschutzklasse B2 der normalen Entflammbarkeit zugeordnet.

Anwendung: Untersparren- und Zwischensparrendämmung, Dämmung von Wänden in Holzrahmen, Dämmung von Raumtrennwänden und Innenwänden

 

Für die Entscheidung des richtigen Dämmmaterials spielen also auch individuelle Präferenzen eine wichtige Rolle. Für eine maßgeschneiderte Beratung steht das Serviceteam des deineBAUSTOFFE-Online-Shops unter der Hotline 0800 / 44 88 665 gerne zur Verfügung.

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