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Fliesen verlegen - so gelingt es!

Dieser Beitrag wurde am 27. Februar 2020 veröffentlicht.

Fliesen verlegen – so gelingt es mit etwas handwerklichem Geschick

Auch wenn Fliesen heute vielerlei individuellen Design- und Lifestyle-Ansprüchen gerecht werden, eins bleibt: Sie sind pflegeleicht, praktisch und robust. Aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, sind sie ein umweltfreundliches Baumaterial. Weil sie so gut Wärme leiten und speichern, insbesondere auf Fußbodenheizungen, sind sie energieeffizient und schaffen ein behagliches Wohnklima. Und innovative Hightechveredelungen der Oberfläche ersparen unnötigen Putzaufwand. Auch deshalb sind Fliesen die idealen Boden- und Wandbeläge. Mit etwas Geschick, Sorgfalt und praktischen Tipps können auch Sie selbst Bodenfliesen verlegen oder Wände fliesen. 

Das sollten Sie vor dem Fliesen verlegen beachten 

Die Auswahl an Fliesen ist aufgrund ihrer wohnlichen und gestalterischen Qualitäten in Formen, Farben, Materialien und Ausführungen gigantisch. Im Trend und häufig nachgefragt sind momentan Fliesen aus Feinsteinzeug als herkömmliche aus Keramik, vor allem solche in Naturstein-Look oder Holzoptik. Viele mögen außerdem die Raumwirkung großer Fliesen für Wände und Böden. 

Diese grundlegenden Tipps sollten Sie bei der vielfältigen Auswahl an Fliesen in punkto Formaten, Materialien, Qualitäten und Einsatzorten stets beachten: 

1. Glasierte Steingutfliesen (DIN EN 159 B III) der Abriebklasse I sind hygienisch und leicht zu reinigen, aber anfälliger für mechanische Belastungen – also entsprechend für Wände im Innenbereich geeignet. 

2. Steinzeug- oder Feinsteinzeugfliesen (DIN EN 176 B I) der Abriebklassen II können grundsätzlich als Bodenbelag im Wohnbereich zum Einsatz kommen. 

3. Für stärker beanspruchte Bereiche (z. B. Flure und Küchen), wählen Sie allerdings besser höhere Abriebklassen bis IV. 

4. Ein entscheidender Aspekt bei der Auswahl von Fliesen im Außenbereich ist ihre Wasseraufnahmefähigkeit – also ob sie Frost unbeschadet standhalten. Dicht gesinterte Keramik, wie etwa Feinsteinzeug, Steinzeug oder Spaltplatten (nach DIN EN 176 BI bzw. DIN EN 121 AI und Abriebklasse IV bzw. V) hat eine Wasseraufnahmefähigkeit weit unter drei Prozent. Sie sind somit frostsicher und für Terrasse, Balkon oder Kellerabgang geeignet. 

5. Um den Fliesenbedarf zu ermitteln, messen Sie die Gesamtfläche sorgfältig aus (Länge x Breite) und rechnen zehn Prozent Materialbedarf für Verschnitt, Bruch und als Reserve für Reparaturen hinzu – bei großen Fliesenformaten auch deutlich mehr. Kalkulieren Sie bei Aktionsware großzügiger, da hier ein nachkaufen schwer möglich ist! 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Die Abriebfestigkeit glasierter keramischer Fliesen gliedert sich in die Abriebklassen I bis V (je höher die Klasse, desto belastbarer). 

Bevor Sie neue Bodenfliesen verlegen: Untergrund vorbereiten 

Quadratische Fliesen mit den Maßen 15/20/30 cm sind beliebter Standard. Sie möchten lieber extra große Fliesen verlegen? Dann müssen Sie bei der Untergrundvorbereitung noch sorgfältiger arbeiten, denn: Je größer das Fliesenformat, desto ebener muss der Untergrund sein. Je nach Art des Untergrundes kommen hier verschiedene Ausgleichsmassen in Frage. Für Holzdielen- und Spanplattenböden eignen sich faserarmierte Spachtelmassen (z.B. PCI Periplan Extra Spezial-Spachtelmasse), auf zementären Untergründen verwenden Sie Fließestriche (z. B. PCI Periplan Plus Fließestrich) und auf Gussasphaltestrich extrem leicht verlaufende Ausgleichsmassen (z. B. PCI Periplan Fein Fließspachtel). 

Fliesenaufteilung Um einen Eindruck von der späteren Fliesenfläche zu bekommen, legen Sie vorab eine Fliesenreihe pro Raumachse kreuzweise aus. Das ist wichtig für eine symmetrische Fliesenaufteilung und so können Sie gleich die Fugenbreiten beachten (je nach Format 2 bis 5 mm). 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Beginnen Sie an Wänden die Fliesen zu verlegen, sollten Sie nie mit einer ganzen Fliese beginnen, da die Wände in den wenigsten Fällen rechtwinklig zueinander und gerade verlaufen. 

Für jede Fliese der richtige Kleber 

Den Fliesenkleber wählen Sie passend zum Untergrund und Anwendungsbereich. Standardkleber für feste Untergründe (Beton, Estrich) sind zementgebunden und als Trockengemische zum selbstanrühren mit Wasser erhältlich. Möchten Sie Wandfliesen verlegen, können Sie auf gebrauchsfertige Dispersionkleber (wasserlösliche Kleber auf Kunststoffbasis) zurückgreifen. Bei feuchten oder warmen Untergründen verwenden Sie besser Flexkleber: Hochflexiblen Fliesenklebern sind mehr Kunststoffpartikel zugesetzt, um besser Schwingungen, Spannungen und sonstige Bewegungen von kritischen Untergründen aufnehmen. Zudem verbessert der Kunststoffanteil die Klebkraft. Wenn es besonders schnell gehen muss, verwenden Sie Kleber die schnell härten – Schnellkleber

Wer große Fliesen verlegen möchte, greift zu Klebern die eine lange Verarbeitungszeit, schnelle Abbindezeit und ein stabiles Kleberbett bieten, damit schwere Platten nicht einsinken. Prädestiniert für die angesagten großformatigen Fliesen sind hochflexible Schnell-Flexkleber, wie zum Beispiel PCI Flexmörtel SI Flott. Für die Verlegung großer Fliesen, insbesondere ab einer Kantenlänge ab 1 Meter, sollten Sie einen Fachmann zur Unterstützung hinzuziehen, der mit Erfahrung und Wissen ein perfektes Ergebnis gewährleisten kann. 

Nach dem Fliesen verlegen kommt das Verfugen 

Haben Sie die Bodenfliesen verlegt und der Kleber ist getrocknet (die geflieste Fläche niemals vorher betreten) geht es ans Verfugen. Wählen Sie hier ein Produkt, welches ebenfalls an das Fliesenmaterial und die zu erwartenden Belastungen angepasst ist. Naturstein und Glasfliesen sollten Sie zum Beispiel unbedingt mit geeignetem Natursteinmörtel verfugen, um unschöne Verfärbungen des Fliesenbelags zu vermeiden. Und wie bei den Klebern gibt es Fugenmassen, die mit mehr oder weniger Kunststoff vergütet sind. 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Verfugen Sie flexibel verklebte Fliesen ebenfalls mit flexiblen, widerstandsfähigen Fugenmassen. 

Aber auch die Optik der Fugenbreite spielt eine Rolle: Sehr schmale Fugen wirken besonders elegant und passen zu ebensolchen Fliesen. Breite Fugen dagegen wirken eher rustikal und passen zum Beispiel zu Cottofliesen. Mit Fugen, die farblich perfekt zur ausgewählten Fliese passen, können Sie zudem ganz unterschiedliche Flächenwirkungen der Fliesen im Raum erzielen. PCI bietet mit der Produktlinie Nanofug Premium 28 verschiedenen Farbtöne und Premiumqualität, die Beständigkeit garantiert. Die Epoxyfuge Durapox Premium ist sogar in mehreren hundert Nuancen erhältlich und eignet sich besonders für Anwendungsfälle, die Langlebigkeit voraussetzen, wie zum Beispiel bei sehr kalkhaltigem Wasser das eine intensive Reinigung notwendig macht und eine zementäre Fuge angreifen könnte. Insbesondere im Bad und in der Küche sollten zudem leicht zu reinigende, widerstandsfähige Fugenmörtel verwendet werden, die eine dauerhafte Qualität garantieren.

Der Verbrauch an Fugenmörtel pro Quadratmeter variiert stark: So können Sie mit je 0,4 kg bei Standardfliesen im Format 15 x 15 cm und 3 mm breiten Fugen rechnen und bis zu 1,5 kg Fugenmasse pro Quadratmeter bei Mosaikfliesen (10 x 10 cm, 5 mm Fuge). 

Möchten Sie Bodenfliesen verfugen, gießen Sie den Fugenmörtel auf den Boden und verteilen ihn mit einer Gummilippe – immer diagonal zum Fliesenformat und den Mörtel mit einem Schwammbrett gut einarbeiten. Sobald dieser anzieht, entfernen Sie mögliche Rückstände auf den Fliesen mit einem feuchten Schwamm. Möchten Sie Wandfliesen verlegen, müssen Sie den Mörtel mithilfe eines Fugbretts auftragen und ihn diagonal zur Fuge einstreichen. Anschließend ebenfalls Reste entfernen – waschen Sie aber nur vorsichtig mit dem Fliesenschwamm über die Fugen. 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Die Fugen an Wänden müssen vollständig mit Fugenmasse befüllt werden. 

Mit Silikon Fugen Anschlüsse elastisch schließen 

Rand- und Übergangsfugen zwischen Boden oder Wand, Bauteilen (z. B. Stützbalken) und Installationselementen (z. B. WC, Waschbecken, Dusche, Wanne) dürfen nicht mit Mörtel verfugt, sondern müssen mit Silikon-Dichtstoffen elastisch geschlossen werden. Hier kommen Silikone zum Einsatz – entweder neutral vernetzend, essigsäurevernetzend oder speziell für Natursteine geeignet

Fliesenspiegel 

Ein Fliesenspiegel ist ein begrenzter gefliester Wandbereich, zum Beispiel im Bad oder in der Küche. Zwischen Arbeitsfläche und Hängeschränken bzw. Waschbecken und Spiegel dient der Fliesenspiegel als leicht zu reinigender Spritzschutz vor Wasser und Fett. 

Nehmen Sie vorab genau Maß: Wo sollen Unter- und Oberkante verlaufen. Maßgebend können etwa die Höhen der Arbeitsplatte und der Oberschränke sein. Bei der Fliesenverlegung selbst arbeiten Sie wie am Boden an einer Ur-Linie entlang. 

Zeichnen Sie diese mithilfe einer Wasserwaage senkrecht an die Wand und verlegen immer nur kleine Teilflächen (je ca. 1 m2) – zuerst nach rechts, dann nach links. 

deineBAUSTFFE-Profi-Tipp: wer im Außenbereich Fliesen verlegen möchte, findet hier einen hilfreichen Beitrag



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