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Pfostenträger und ihre Einsatzmöglichkeiten

Dieser Beitrag wurde am 12. Juli 2017 veröffentlicht.

Ein Pfostenträger, auch Pfostenanker oder Stützenfuß genannt, befestigt einen senkrecht stehenden Holzpfosten fest und sicher im Boden. Der Pfostenanker ermöglicht die nötige Stabilität um die Belastungen des Holzpfostens abzufangen und um diesen langlebig zu sichern. Dabei bietet der Stützenfuß dem Holzpfosten Schutz vor Nässe, indem dieser nicht direkt mit der Bodenfeuchtigkeit in Verbindung steht. Somit sorgt der Stützenfuß zusätzlich für einen konstruktiven Holzschutz. Allerdings ist das Fundament vor der Bauphase auf dessen statische Gegebenheiten zu überprüfen, da ein Pfostenanker nur die Last tragen kann, die auch das Fundament aushält. Pfostenträger werden zur Sicherung der Stabilität entweder in den Boden einbetoniert oder nachträglich fixiert. Der Oberflächenbelag spielt bei der Entscheidung für den passenden Pfostenträger zusätzlich eine Rolle.

Im Internet gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Bezeichnungen von Pfostenträgern. Die in diesem Blogtext aufgelisteten Pfostenträger beschreiben die Überkategorien, die sich noch in weitere Abwandelungen der Pfostenträger aufgabeln lassen. Im Internet werden die Unterkategorien jedoch so unterschiedlich bezeichnet, dass eine einheitliche Auflistung nicht möglich ist. Die Beschreibungen geben einen Anhaltspunkt darüber, welche Pfostenträger für welche Bauvorhaben geeignet sind. Für individuelle Fragen steht die deineBAUSTOFFE.de Hotline kostenlos zur Verfügung.

Zaun

Pfostenträger - Montagemöglichkeiten

Für die Verarbeitung des Stützenfußes muss sich zuerst entschieden werden, ob der Pfostenanker einbetoniert oder aufdübelt werden soll und ob der Pfostenträger durch die Gegebenheiten verstellbar sein muss.

Einbetoniert:
Der Pfostenträger wird mit Beton fest im Boden verankert Dazu muss der Erdaushub an der gewünschten Stelle eine Tiefe von mindestens 80 cm aufweisen, da ab dieser Tiefe der Frostschutz gegeben ist. Der jeweilige Pfostenträger muss nach den angegebenen Vorgaben mit einer bestimmten Tiefe einbetoniert werden. Es gilt darauf zu achten, dass der Holzpfosten einen Abstand zum Boden hat, damit der konstruktive Holzschutz gewährleistet ist.

Aufdübeln:
Pfostenträger zum Aufdübeln eignen sich zur Montage auf einer Betonmauer oder auf einem vorhandenen Fundament. Der Pfostenanker wird mit Schrauben auf dem Untergrund aufgedübelt und verschraubt. Kleine Unebenheiten des Untergrundes lassen sich durch Unterfütterungen ausgleichen.

Verstellbar:
Wenn der Boden Unebenheiten aufweist, lassen sich diese mit einem höhenverstellbaren Pfostenträger schnell und einfach ausgleichen. Falls beim Einkauf ein Zwischenmaß an Holzpfosten erwischt wurde, kann der seitenverstellbare Pfostenträger dabei helfen kleine Fehler wieder auszugleichen und die Holzpfosten sicher im Boden zu verankern.

H-Pfostenträger H-Pfostenträger

Pfostenträgerarten

Pfostenträger können durch deren unterschiedliche Befestigung in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. Folgende Trägervarianten gibt es:

Sichtbare Verbinder:
Der sichtbare Pfostenträger wird durch dessen Einfachheit und schnelle Montage am häufigsten zur Befestigung gewählt. Der Pfostenträger wird mittels der passenden Schrauben an das Vierkantholz gebohrt. Besonders geeignet sind die sichtbaren Pfostenanker für schwere Lasten, wie Carports und Vordächer.

  • H-Pfostenträger
    Der H-Pfostenträger kann in der jeweiligen Stärke einfache Zaunkonstruktionen bis zu 1 Meter Höhe, aber auch Carports und Vordächern die nötige Stabilität bieten. Für die Wahl der unterschiedlichen Materialstärken kann sich an dem nachfolgenden Leitfaden orientiert werden.
    5 mm: untergeordnetes Bauteil, dass geringe horizontale und vertikale Lasten aufnimmt
    6 mm: statisch notwendiges Bauteil, mit starken horizontalen Lasten
    8 mm: statisch notwendiges Bauteil, mit starken horizontalen und vertikalen Lasten
  • L-Pfostenträger
    L-Pfostenträger eignen sich durch ihre L-Form für die Unterkonstruktion einer Holzterrasse, oder für leichte und niedrige Zaunkonstruktionen bis zu 1,2 Meter Höhe. Die abgewinkelte Dolle (unteres Ende des L-Pfostenträgers) ist abgewinkelt und bietet somit mehr Halt im Boden.
  • U-Pfostenträger
    Den U-Pfostenträger gibt es zum einbetonieren, zum aufdübeln und mit einer Dolle (gewindete lange Spitze). U-Pfostenträger eignen sich bestens für Zaunkonstruktionen bis zu 1,5 Meter Höhe und tragen horizontale und vertikale Lasten.
  • Aufschraubbodenhülse
    Die Aufschraub-Bodenhülse wird zur stabilen Befestigung auf Beton gebohrt um die nötige Festigkeit zu garantieren. Bodenhülsen zum aufschrauben eignen sich für einfache Zaunkonstruktionen mit sehr geringen Windsoglasten. Nicht zu verwechseln ist die Aufschraub-Bodenhülse mit der Einschraubbodenhülse, die einfach in den Boden eingedreht wird.
  • Einschlagbodenhülse
    Die Einschlagbodenhülse eignet sich beispielsweise für Zaunkonstruktionen bis zu 120 cm Höhe, die nur geringen Windsoglasten standhalten müssen. Die Voraussetzung für den Einsatz einer Einschlagbodenhülse ist ein weicher, sandiger Boden ohne Steine. Zur Befestigung muss ein kleines Loch aus dem Boden ausgehoben werden, in das die Hülse mit der massiven Spitze mit einem Hammer hineingeschlagen wird.

Der deineBaustoffe Profitipp: Passendes Einschlagwerkzeug wird empfohlen, damit die Hülse nicht beschädigt wird.

Einschlagbodenhülse einschlagen Einschlagbodenhülse einschlagen

Verdeckter Verbinder:
Da diese Verbindungsart von außen nicht zu sehen ist, gehört sie zu einer der beliebteren. Für die Verbindung wird mittig ein Loch in dem Pfosten angebohrt. Die verdeckte Verbindung bedient sich an Leim, anstelle von Schrauben. Das lange Stabende des Pfostenträgers wird mit Leim versehen und anschließend in den Pfosten eingedreht. Diese Befestigungsart erfordert ein absolut präzises Arbeiten und sollte nur von erfahrenen Handwerkern als Verbindungstechnik genutzt werden. Mit verdeckten Verbindern können nur geringe Windsoglasten aufgenommen werden.

  • Leimpfostenträger
    Der Leimpfostenträger ermöglicht die unsichtbare Verbindung zwischen dem Holzpfosten und dem Pfostenträger. Bei der Verwendung von Breitschichtholz kann der Leimpfostenträger größere Kräfte aufnehmen. Deshalb eignet sich dieser Leimstützenfuß optimal für Zimmermannskonstruktionen.

Geschlitzt:
Die geschlitzte, nicht sichtbare Montage des Pfostenträgers eignet sich für schwere Zimmermannskonstruktionen. Dazu wird das Kantholz geschlitzt, der Stützenfuß wird in den Schlitz eingelassen und mit entsprechenden Stabdübeln oder Pfostenträgerschrauben befestigt. Das Aufschlitzen des Holzes ist durch dessen Schwierigkeit nicht für Anfänger geeignet und erfordert ein genaues und präzises Arbeiten.

  • Pfostenträger Typ T
    Die T-Pfostenträger werden „unsichtbar“ am Holzpfosten befestigt und eignen sich deshalb optimal für anspruchsvolle Holzkonstruktionen ohne sichtbare Verbindungen. Die T-Pfostenträger halten schwere vertikale Lasten aus.

Verschraubt:
Der zu verschraubende Stützenfuß eignet sich für geschlossene Konstruktionen, ohne Windsogkräfte. Der Pfostenanker wird durch eine Platte in das Hirnholz des Pfostens geschraubt. Die Verschraubung erfolgt dabei einfach und schnell. Diese Pfostenträger sind jedoch nicht für schwere Konstruktionen geeignet, da Sogkräfte nicht übertragen werden können.

  • Pfostenträger Typ P
    Der Pfostenträger Typ P nimmt zuverlässig geringe Lasten auf und wird unter den Pfostenfuß geschraubt.

Die verschiedenen Pfostenträger-Arten findest Du natürlich zu günstigen Preisen in unserem Shop unter deineBAUSTOFFE.

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