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Rückstausicherung verhindert Wasserschäden im Haus

Dieser Beitrag wurde am 22. Oktober 2020 veröffentlicht.

Feuchte Keller und Wohnräume durch Überschwemmungen sind nicht nur ein Problem für Häuser in hochwassergefährdeten Gebieten, sondern können auch Haushalte treffen, die nicht direkt am Wasser liegen. So kann es etwa bei starken lokalen Niederschlägen durch die plötzlich auftretenden großen Wassermengen zu einer Überlastung der öffentlichen Kanalisation kommen und damit einhergehend zu einem sogenannten Kanalrückstau. Ohne entsprechende Sicherungen stehen Kellerräume dann schnell unter Wasser. Eine Rückstausicherung bewahrt Hausbesitzer vor hohen Schäden. Bei einem Kanalrückstau drückt Wasser durch die am Kanal angeschlossenen Entwässerungsleitungen zurück zum Haus. Ohne entsprechende Rückstausicherung können in Folge alle Räume unterhalb des Straßenniveaus schnell unter Wasser stehen.

Rückstausicherung

Rückstausicherung – die wichtigsten Fachbegriffe schnell erklärt

  • Der Rückstau ist das Zurückdrücken von Abwasser aus dem öffentlichen Kanal in die angeschlossenen Leitungen des Gebäudes. Rückstau kann zum Beispiel durch extreme Nierdschlagsmengen und Überschwemmungen, Verstopfungen oder Ablagerungen in der Kanalisation, Kanalschäden und Rohrbrüche, Reparaturen am Kanal, etc. auftreten.
  • Die Rückstauebene ist die Höhe, bis zu der Abwasser in den öffentlichen Abwasseranlagen ansteigen darf. Im Normalfall liegt die Rückstauebene auf Höhe der Straßenoberkante.
  • Bei einem Überstau tritt Abwasser aus den Kanaldeckeln und an den Schächten aus und fließt auf die Straßen- oder Geländeoberfläche.
  • Bei einem Rückstauverschluss wird der Wasserdurchfluss durch ein Rohr mithilfe technischer Einbauten verhindert bzw. unterbrochen.
  • Der Bemessungsregen dient bei der Kanalplanung als rechnerische Grundlage zur korrekten Dimensionierung des Abwasserkanals.

Welche Rückstausicherungen gibt es?

Schutz vor rückstauendem Abwasser bieten Rückstausicherungen, etwa Rückstauklappen oder eine Hebeanlage. Welche Rückstausicherung in Frage kommt, hängt unter anderem davon ab, ob ein Gefälle zum Kanal vorhanden ist. Hier kann ein Rückstauverschluss installiert werden. Ist das nicht der Fall, muss eine Hebeanlage eingebaut werden. Letzteres ist vergleichsweise einfach. So passt etwa eine frei stehende Hebeanlage problemlos unter jedes Waschbecken. Im Gegensatz dazu ist die Nachrüstung einer Rückstauklappe gegen Abwasser etwas aufwändiger und mit Stemmarbeiten sowie dem Einsetzen des Verschlusses in die Abwasserstrecke verbunden. Darüber hinaus muss die Rückstausicherung so eingebaut werden, dass Niederschlagswasser aus dem Fallrohr bei geschlossener Rückstauklappe nicht zu einer Kellerüberflutung führt.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Aus Gewährleistungsgründen sollten diese Arbeiten von einem Fachmann ausgeführt werden.

ohne und mit Rückstausicherung

Wie funktionieret eine Rückstauklappe?

Das Funktionsprinzip einer Rückstauklappe gegen zurückdrückendes Abwasser ist denkbar einfach: Die Rückstauklappen sind stets verschlossen und öffnen sich erst bei anfallendem Abwasser. Drückt das Wasser allerdings aus dem Kanal zurück ins Gebäude, schließen sich die Klappen automatisch.

Praktisch sind Hybrid-Geräte, die Rückstauverschluss und Hebeanlage in einem Gehäuse vereinen: Die Hebeanlage pumpt nur bei Rückstau. Ansonsten nutzt das Gerät das natürliche Gefälle zum Kanal aus. Das spart Energie und Wartungskosten.

Nachdem die Bodenplatte aufgestemmt ist, wird die Rückstauhebeanlage eingesetzt. Anschließend muss die Druckleitung angeschlossen, sowie Motor und Sonde installiert werden. Zum Schluss wird das höhenverstellbare und drehbare Aufsatzstück eingesetzt und an die Höhe angepasst.

Welche Arten von Hebeanlagen es gibt und wie diese funktionieren, lesen Sie im Beitrag „Schmutzwasser mit einer Hebeanlage sicher ableiten“.

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