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Schmutzwasser mit einer Hebeanlage sicher ableiten

Dieser Beitrag wurde am 06. September 2019 veröffentlicht.

Häusliches Abwasser von Waschmaschine, WC, Dusche & Co. muss sicher in die öffentliche Kanalisation abfließen. Das gilt insbesondere im Untergeschoss. Denn hier liegt der Wasserablauf der im ausgebauten Keller befindlichen Sanitärobjekte meist unterhalb der Rückstauebene (in der Regel die Straßenoberkante). Eine Hebeanlage ist die Lösung: Sie pumpt das Abwasser automatisch nach oben in den Abwasserkanal.

ACO Hebeanlage

ACO Hebeanlage

Hebeanlage: Abwasser-Fahrstuhl und Rückstauschutz

Hebeanlagen dienen dazu, dass im Keller unter der Rückstauebene anfallende Schmutzwasser von Toiletten, Duschen und Waschgelegenheiten ins Kanalnetz zu leiten. Aber nicht nur dann ist deren Einbau sinnvoll. Ebenso kann es bei Starkregenfällen zu einer Überlastung der öffentlichen Kanalisation kommen und damit einhergehend zu einem sogenannten Kanalrückstau. Dabei drückt Wasser durch die am Kanal angeschlossenen Sanitärgegenstände zurück zum Haus. Kellerräume und Souterrainwohnungen, die unterhalb der Straßenoberkante liegen und ohne entsprechende Sicherungen sind, stehen so schnell unter Wasser. Mit einer Hebeanlage inklusive Rückstauschutz ist ein Rückfluss von Regen- oder Abwasser zurück in Ihre Wohnung hingegen ausgeschlossen und die Kellerräume bleiben sicher trocken.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Wohnen Sie in hochwassergefährdeten Gebieten und nutzen beispielsweise eine Waschmaschine im Keller, sollten Sie sich unbedingt eine Hebeanlage anschaffen.

Das Funktionsprinzip einer Hebeanlage ist denkbar einfach: Das anfallende Abwasser gelangt über Zuleitungen in die Hebeanlage und sammelt sich in einem Behälter. Wird ein bestimmter Pegel erreicht, befördert eine Pumpe das Schmutzwasser automatisch über das Niveau der Rückstauebene und fließt von dort mit natürlichem Gefälle in den Kanal. Selbst bei einem Rohrbruch oder Hochwasser ist die Ablauffunktion gewährleistet, da die Pumpe das Schmutzwasser kontinuierlich entsorgt und ein Rückstauschutz verhindert, das Wasser ins Haus zurückfließt.

Welche Hebeanlage ist die richtige?

  • Gerade beim nachträglichen Kellerausbau ist der Einbau einer Hebeanlage eine vergleichsweise einfache und preiswerte Lösung. Am Markt sind verschiedene Modelle für jeden individuellen Bedarf erhältlich. Um eine geeignete Anlage zu finden, sollte einerseits die Leistungsfähigkeit mit den anfallenden Wassermengen übereinstimmen. Andererseits ist die Art des Abwassers entscheidend: Eine Schmutzwasser-Hebeanlage für fäkalienfreies Abwasser – sogenanntes Grauwasser aus Duschen, Waschmaschinen oder das Kondenswasser des Trockners – entsorgt das Abwasser in einen zentralen Pumpenschacht. Sobald ein definierter Wasserstand erreicht ist, leitet die darin installierte Pumpe das Abwasser von dort problemlos über Rohrleitungen in die Kanalisation.

  • Fäkalien-Hebeanlagen für fäkalienhaltiges Abwasser – sogenanntes Schwarzwasser aus Toilette, Urinal und Bidet – unterliegen strengen technischen Anforderungen und müssen etwa in einem entlüfteten, geschlossenen, gas- und wasserdichten Schmutzwasserbehälter (mind. 20 l Fassungsvermögen) betrieben werden. Zusätzlich kann die Anlage mit einem Schneidwerk ausgestattet sein, das Feststoffe zerkleinert.

  • Fäkalien-Hebeanlagen für fäkalienhaltiges Abwasser für begrenzte Verwendung (auch Kleinhebeanlagen genannt) eignen sich vorrangig für den Einsatz in privaten Gebäuden. Sie sind auf einen begrenzten (geringen) Benutzerkreis beschränkt. Die Hebeanlage und maximal ein angeschlossenes WC (sowie max. ein Waschbecken, eine Dusche und ein Bidet) befinden sich im selben Raum. Zudem muss eine weitere Toilette oberhalb der Rückstauebene zur Verfügung stehen.

ACO Abwasser-Anlage

Darüber hinaus beeinflussen die örtlichen Gegebenheiten die Wahl der passenden Hebeanlage: So lässt sich eine Unterflur-Hebeanlage für fäkalienfreies Schmutzwasser einfach in die Bodenplatte integrieren, ist nahezu unsichtbar und teilweise gleich mit einem Bodenablauf verbunden. Es gibt auch frei stehende Geräte, die problemlos unter jedes Waschbecken passen. Und manche Kleinhebeanlage für fäkalienhaltiges Abwasser eignet sich speziell für den raumsparenden Einbau in einem WC-Vorwandelement. Durch die schmale Baubreite kann diese sogar in Kleinst-Bädern installiert werden, um das Grau- und Schwarzwasser zuverlässig abzuleiten.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Bevor Sie sich für eine Hebeanlage entscheiden, werfen Sie unbedingt einen Blick in die Bemessungs- und Ausführungsrichtlinien (DIN-Normen EN 12050 und DIN EN 12056 Teil 4). Lassen Sie sich außerdem vor dem Einbau einer Hebeanlage von einem Fachmann beraten.

Hier können Sie schon einmal die Auslegung ihrer neuen Hebeanlage berechnen!

ACO Hebeanlagen Muli Reihe

Wie Sie eine ACO Muli Star mono MWP1 Hebeanlage einbauen, lesen Sie im Beitrag „ACO Hebeanlage einbauen – Schutz gegen Rückstau

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