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Stressfrei und reibungslos den Umzug planen

Dieser Beitrag wurde am 9. Dezember 2020 veröffentlicht.

Der Umzug in ein neues Zuhause ist nie einfach, da verschiedene Aufgaben gleichzeitig erledigt werden müssen. Machen Sie es sich leichter, indem Sie frühzeitig den Umzug planen und mit den Vorbereitungen einige Wochen im Voraus beginnen. Denn obwohl jeder Umzug anders ist, bleiben bestimmte Dinge gleich. Die folgende Checkliste zeigt, wann der beste Zeitpunkt für Routine-Arbeiten ist.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Erfolgt Ihr Umzug aus beruflichen Gründen, können Sie einen Teil der entstandenen Kosten von der Steuer absetzen. Alternativ verhandeln Sie mit Ihrem neuen Arbeitgeber, ob dieser die Umzugskosten übernimmt.

Umzug planen

Umzug planen: Sechs bis acht Wochen vor dem Umzug

Wohnung kündigen, Umzugshelfer organisieren oder Spedition beauftragen, notwendige Renovierungsarbeiten planen, sortieren und ausmisten – solche Aufgaben nehmen Sie idealerweise frühzeitig in Angriff.

  • Nachdem der alte Mietvertrag gekündigt ist, legen Sie den Umzugstermin fest.
  • Wenn Sie eine Spedition mit dem Umzug beauftragen, holen Sie Kostenvoranschläge mehrerer Anbieter ein. Alternativ organisieren Sie sich Helfer für den Umzugstag aus dem Freundeskreis.
  • Sind notwendige (Schönheits-) Reparaturen im alten und/oder neuen Heim notwendig, planen Sie entsprechend Zeit für Material-Kauf und Renovierungsarbeiten ein. Beauftragen Sie einen Fachbetrieb mit den Arbeiten, fragen Sie diesen bezüglich Verfügbarkeit und Kosten an.
  • Notieren Sie, wem Sie Ihre neue Adresse melden müssen (z. B. Stromanbieter, Telefon- und Internetanschluss, Banken, Schule, Versicherungen, Krankenkasse, GEZ, etc.) und beantragen die Nachsendung Ihrer Post ab dem Umzugsdatum.
  • Messen Sie die neue Wohnung aus und überlegen, wo die Möbel zukünftig stehen werden oder welche neuen Sie sich anschaffen möchten (Lieferzeiten beachten). Messen Sie alle großen, breiten oder ungewöhnlich geformten Gegenstände sowie alle Türen oder engen Räume, durch die die Möbel passen müssen, damit es am Umzugstag keine Überraschungen gibt.

Ein Umzug ist immer auch eine gute Gelegenheit, um zu sortieren und auszumisten.

  • Besorgen Sie zunächst Standard-Umzugskartons sowie ggf. Spezialkartons (Kleiderboxen und Bücherkisten). Erstellen Sie außerdem eine Liste, für welche Gegenstände eine besondere Verpackung erforderlich ist und beschaffen das entsprechende Verpackungsmaterial (Luftpolsterfolie, Packpapier, Packseide, Klebeband).
  • Wie viele Kartons Sie benötigen, hängt von Ihren eigenen Habseligkeiten und von der Wohnungsgröße ab. An dieser Faustregel können Sie sich orientieren: pro Quadratmeter Wohnfläche = 1 Karton. Für Bücher gilt: je laufender Meter Bücherregal = 1 Bücherkarton. Zusätzlich sollten Sie noch ein paar Reservekartons parat haben – sicher ist sicher.

  • Gehen Sie durch jeden Raum, öffnen jede Schublade und überlegen, was Sie in Ihr neues Zuhause mitnehmen möchten oder was entsorgt werden kann.
  • Melden Sie gegebenenfalls einen Sperrmülltermin an oder informieren sich, wann die nächste Sperrmüllabfuhr stattfindet.
  • Alle Dinge, die Sie behalten möchten aber nur selten oder saisonal verwenden, können Sie bereits verpacken. Bewahren Sie aber häufig verwendete Gegenstände (z. B. TV-Fernbedienung; Zahnbürste) bis kurz vor dem Umzugstag auf.
  • So befüllen Sie Umzugskarton richtig: Schwere Gegenstände immer nach unten packen und leichte nach oben. Zerbrechliches mit Füllmaterial gut polstern.
  • Beschriften Sie alle Kartons sorgfältig und mit System: Markieren Sie auf jedem Karton den Inhalt und den Raum im neuen Heim. Ausnahme: Um Diebstahl zu vermeiden, beschriften Sie nicht die Kartons, die Wertsachen enthalten.

Umzugskartons

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Arbeitnehmern steht rein rechtlich kein Umzugsurlaub zu. Jedoch können sich Ansprüche aus Betriebsvereinbarungen, vertraglichen Vereinbarungen oder Tarifverträgen ergeben. Fragen Sie also Ihren Arbeitgeber danach.

Umzug planen: Zwei bis drei Wochen vor dem Umzug

  • Vereinbaren Sie einen Übergabetermin sowohl mit dem altem als auch mit dem neuen Vermieter. Halten Sie den Zustand über verursachte Schäden bzw. bestehende Mängel bei der Übergabe schriftlich in einem Wohnungsübergabeprotokoll fest. Vereinbaren Sie dabei auch den Ablesetermin und besprechen die Heizkostenabrechnung mit dem Vermieter.
  • Führen Sie den Umzug in Eigenregie durch, müssen Sie nun auch die Helfer organisieren und Transportfragen klären (Anhänger oder Transporter mieten).
  • Beantragen Sie bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt oder im Bürgeramt ein Halteverbot – vor der alten und der neuen Wohnung.
  • Einzugsermächtigungen und Daueraufträge überprüfen und aktualisieren.
  • Machen Sie Sicherheitskopien der wichtigsten Dokumente, laden erforderliche Software-Updates herunter und stellen Sie sicher, dass alle wichtigen Dateien und Fotos in einer Online-Cloud oder auf einer externen Festplatte gesichert sind.
  • Kontaktieren Sie Ihre Ärzte und fordern Kopien von Krankenakten für alle Familienmitglieder an oder lassen die Unterlagen an Ihre neuen Ärzte senden. Noch keine neuen gefunden? Fragen Sie Ihre derzeitigen Ärzte nach Empfehlungen.
  • Kein Umzug ohne Werkzeug: Überprüfen Sie ihre Werkzeugkiste (Inbusschlüssel, Metermaß, etc.), laden außerdem den Akkuschrauber auf und sorgen für ausreichend Müllsäcke.

Umzug planen: Eine Woche vor dem Umzug

Die Umzugsplanung geht nun in die finale Phase. Damit alles weiterhin möglichst nerven- und kräfteschonend vonstattengeht, verpacken Sie nun alle restlichen Dinge des Hausstandes in Umzugskartons. Alles, was Sie im neuen Zuhause gleich am ersten Tag benötigen (etwa Geschirr, Kaffeemaschine, etc.) packen Sie zuletzt.

  • Sind Schränke und Kommoden komplett leer, kleben Sie die Türen und Schubladen mit Klebeband zu. Achtung: Ggf. Schlüssel vorher abziehen und am bzw. im Möbelstück mit Klebeband befestigen.
  • Zerlegen Sie ggf. die Möbelstücke, die Sie nicht in einem Stück transportieren können und sortieren die Einzelteile als beschriftete Bündel. Schrauben, Scharniere, etc. sammeln Sie in Plastikbeuteln und kleben sie direkt an das passende Einzelteilebündel.
  • Verbrauchen Sie jetzt auch nach und nach alle verderblichen Lebensmittel.
  • Erinnern Sie die Umzugshelfer an den Termin.

Umzug planen: Ein Tag vor dem Umzug

Einen Tag vor dem Umzug geht es an die letzten Details:

  • Bereiten Sie die Verpflegung für den Umzugstag vor und tauen Kühl-/Gefrierschränke ab.
  • Checken Sie, ob Sie alle nötigen Hilfsmittel beisammen haben (Sackkarren, Tragegurte, Werkzeuge und Handschuhe).
  • Heben Sie Bargeld ab (Trinkgeld) und laden das Handy auf.
  • Denken Sie auch an einen Verbandskasten, falls sich einer der Umzugshelfer verletzt!

Jedes Familienmitglied packt eine Tasche mit unentbehrlichen Dingen für die erste Nacht in der neuen Wohnung. Folgende Gegenstände sollten Sie außerdem nicht im Umzugswagen transportieren, sondern in Ihrem privaten Pkw.

  • Wichtige Dokumente (z. B. Pässe, Heiratsurkunde, Geburtsurkunden,etc.)
  • Kreditkarten
  • Medikamente
  • Telefon und Ladegerät
  • Laptop und Ladegerät
  • Toilettenpapier
  • Snacks und Wasser
  • Ggf. Lieblingsspielzeug oder/und eine Decke für Kinder
  • Schmuck und weitere Wertsachen, Erbstücke oder unersetzlichen Gegenstände
  • Taschenlampe
  • Maßband
  • Werkzeugkasten
  • Müllbeutel
  • Papiertücher

Umzug planen - der Umzugstag

Der Umzugstag

Starten Sie einen Umzug immer früh morgens! Sobald alle Helfer eingetroffen sind, besprechen Sie den Umzugsablauf, geben klare Anweisungen für das Verladen (zuerst Kartons, dann Möbel) und wohin es in der neuen Wohnung kommt (Skizze).

  • Ggf. Mietwagen/Transporter abholen
  • Ist der Möbelwagen gepackt, machen Sie einen Rundgang und kontrollieren alle Räume, dass Sie auch nichts vergessen haben.
  • Notieren Sie die Zählerstände von Gas, Wasser, Strom und Heizung.
  • Hinterlassen Sie die Wohnung besenrein (grobe Verschmutzungen beseitigen).

Nach dem Umzug

Die Kisten sind ausgepackt und alle Möbel sind aufgebaut - angekommen! Sofern im Mietvertrag vereinbart und noch nicht erledigt, müssen Sie noch Schönheitsreparaturen in ihrer alten Wohnung durchführen (lassen).

  • Halten Sie bei der Wohnungsübergabe in einem Übergabeprotokoll fest, was sich jetzt noch in der Wohnung befindet und welche Schäden eventuell vorhanden sind.
  • Lassen Sie sich die Schlüsselrückgabe schriftlich bestätigen und fordern die Kaution zurück.
  • Die Ummeldung im Einwohnermeldeamt muss innerhalb einer Frist von 2 Wochen nach Einzug erfolgen. Andernfalls drohen Ordnungsstrafen.

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