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Welche Arten der Dämmung gibt es?

Dieser Beitrag wurde am 16. Januar 2018 veröffentlicht.

Was bewirkt eine Dämmung?

Die Dämmung eines Hauses soll den Wärmeaustausch zwischen dem Innen – und Außenbereich entgegenwirken bzw. den Vorgang verlangsamen. Mit Hilfe einer Dämmung soll vermieden werden, dass Wärme aus dem Haus im Winter nach außen dringt, in warmen Sommermonaten gleichzeitig aber auch für ein angenehmes Wohnklima sorgen. Um also die Energieeffizienz eines Hauses im grünen Bereich zu halten und auch Heizkosten zu minimieren führt an einer Wärmedämmung kein Weg vorbei.

Da die Dämmung von Neubauten in der EnEV bereits vom Gesetzgeber reguliert wird, ist vor allem die nachträgliche Dämmung der eigenen vier Wände relevant.

Der Begriff der Dämmung teilt sich in die Bereiche der Wärmedämmung, Schalldämmung und beinhaltet auch die verschiedenen Dämmstoffarten. In dem folgenden Blogbeitrag beschäftigen wir uns vorrangig mit dem Thema der Wärmedämmung und damit einhergehenden Besonderheiten.

Dämmung mit Isover Ultimate Dämmung mit Isover Ultimate

Welche Arten der Wärmedämmung gibt es?

Grundlegend können die verschiedenen Dämmarten eines Hauses in die Bereiche Dach, Dachboden, Fassade, Kellerdecke und Kellerwände bzw. Kellerboden unterteilt werden. Da nicht alle Dämm-Methoden zeitgleich in einem Haus umgesetzt werden müssen, steht man als Eigenheimbesitzer nun vor der Frage, welche Art der Dämmung die richtige für mein Haus ist? Und wann ist der richtige Zeitpunkt für die Anbringung der Dämmung?

Die Dämmung des Dachbodens wird durch die einfache Dämmung der oberen Geschossdecke umgesetzt. Diese Variante ist jederzeit umsetzbar, kann jedoch, gemäß der EnEV 2014, nur dann realisiert werden, wenn der Dachboden im Anschluss nicht mehr als Wohnraum genutzt werden soll.

Dachdämmung wird zwischen einer Aufsparrendämmung, einer Untersparrendämmung oder auch einer Zwischensparrendämmung im Dachgeschoss unterschieden. Im Falle einer Aufsparrendämmung wird das Dämm-Material der Wahl auf die Sparren eines Daches und unter der Dacheindeckung angebracht.

deineBAUSTOFFE.de Profi-Tipp: Diese Variante der Dämmung eignet sich vor allem dann, wenn das Dach im Zuge einer Modernisierung ohnehin erneuert wird und der Dachstuhl offen liegt.

Bei der Zwischensparrendämmung wird die Dämmung, wie der Name schon vermuten lässt, zwischen die Sparren des Daches geklemmt und mit Hilfe von diffusionsoffenen Dachfolien fachgerecht abgedichtet.

Sollten die baukonstruktiven Gegebenheiten keine ausreichende Dicke einer Zwischensparrendämmung zulassen, kann eine weitere Dämmschicht als Untersparrendämmung unter den Sparren des Daches das Problem beheben. Zwar nimmt diese Variante der Dachdämmung zusätzlichen Platz ein der nicht mehr als Wohnraum genutzt werden kann, dennoch ist diese Option recht einfach auch als Hobbyhandwerker zu bewerkstelligen.

Befestigung einer Fassadendämmung Befestigung einer Fassadendämmung

Die Fassadendämmung kann in verschiedenen Methoden umgesetzt werden, die jeweils in Abhängigkeit der baulichen Gegebenheiten stehen. So bietet sich die Dämmung als WDVS (Wärmedämmverbundsystem) bei Häusern mit einer Putzfassade an. Wer auf eine wartungsfreie und solide Art der Dämmung setzten möchte, für den ist die Fassadendämmung mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade (VHF) die richtige Wahl. Besteht das Mauerwerk eines Hauses aus einem zweischaligen Wandaufbau, so kann der leere Raum zwischen den Wänden sinnvoll für eine Kerndämmung genutzt werden. Diese Variante empfiehlt sich allerdings nur bei Neubauten.

Grade die Variante der Dämmung als Wärmedämmverbundsystem, bei welcher mehrere Schichten eines Dämmstoffes, in der Regel Polyurethan, auf die Fassade aufgebracht, hat sich im Laufe der Jahre als die beliebteste Art eine Fassade zu dämmen herausgestellt.

deineBAUSTOFFE.de Profi-Tipp: bei Altbauten gelangen bis zu 40% der Wärme durch die Hauswand nach außen, sodass die Fassadendämmung als eine der effizientesten gilt. Diese Variante bietet sich an, wenn eh Arbeiten an der Fassade vorgenommen werden, wie zum Beispiel ein neuer Anstrich. Zudem sollte die Fassadendämmung immer von einem Fachmann durchgeführt werden, um ungewollte Wärmebrücken zu vermeiden.

Die Dämmung der Kellerdecke kann mittels einer Einblasdämmung oder Verbundplatten von unten gedämmt werden, oder auch durch einen neuen Fußboden von oben. Letzteres gilt jedoch auch nur dann, wenn der dort drunter liegende Raum nicht als Wohnraum genutzt wird.

Soll der Keller zusätzlich als Lebensraum genutzt werden, empfiehlt es sich das Wohnklima der Räume mit Hilfe einer Perimeterdämmung, einer Innendämmung oder einer Kellerbodendämmung zu gewährleisten. Da die Dämmung der Kellerräume ohne äußere Einflüsse stattfindet, kann sie jederzeit vorgenommen werden. Steht also ohnehin eine Renovierung der Räume an, kann im Vorwege gleich die Dämmung vorgenommen werden.

Wärmedämmung Wärmedämmung

Wie viel Dämmung macht Sinn?

Grundsätzlich kann in der Theorie jede Dämmung an jedes Haus angebracht werden. Da eine all-umfassende Dämmung jedoch auch mit hohen Kosten verbunden ist, gilt die grobe Empfehlung: Einfamilienhäuser werden sinnvoll mit einer Geschossdeckendämmung, einem WDVS und einer Kellerdeckendämmung geschützt. Das Gleiche gilt auch für Reihenhäuser, die eine Größe von 140m² nicht überschreiten. Bei Mehrfamilienhäusern empfiehlt sich eine Geschossdeckendämmung und eine Kerndämmung bzw. ein Wärmedämmverbundsystem.

deineBAUSTOFFE.de Profi-Tipp: mit Hilfe einer Thermografie kann ein Fachmann die expliziten Schwachstellen in einer vorhandenen Dämmung ausmachen, sodass diese gezielt angegangen und behoben werden können. Zudem können auch Engergieberater konsultiert und mit ihrer Hilfe eine planweise, energetische Sanierung eines Hauses vorgenommen werden.

Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Dämmstoffarten und ihren Wirkungsweisen finden Sie unter https://www.deinebaustoffe.de/blog/daemmmaterialien-und-daemmstoffe-im-vergleich/.

Bei Fragen rund um das Thema Dämmung und weiteren Baumaterial stehen Ihnen an unserer kostenfreien Hotline ausgebildete Baustoffkaufleute gern beratend zur Seite. In unserem Onlineshop deineBAUSTOFFE.de finden Sie zudem die passenden Materialien für die Dämmung Ihrer Wahl.

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