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Entwässerungsrinne einsetzen

 
Anspruch: Fortgeschrittener

Entwässerungsrinnen sind ein unerlässlicher Bestandteil der Oberflächenentwässerung. Besonders befestigte Flächen wie Terrassen, Gehwege, Straßen oder Hofeinfahrten müssen künstlich von überschüssigem Niederschlag befreit werden, da das Wasser auf diesen Untergründen nicht versickern kann. Damit der überschüssige Niederschlag ablaufen kann, werden an die genannten Flächen Entwässerungsrinnen angebaut. Angeschlossen an eine Versickerungsfläche oder die Kanalisation kann das Wasser mithilfe dieser Methode problemlos abfließen.

deineBAUSTOFFE zeigt Dir, wie Du ganz einfach selbst eine Entwässerungsrinne einsetzen kannst. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung kannst Du das Projekt ganz einfach selbst angehen.

Scrolle weiter runter oder nutze die Tags zum Entdecken des Projektes:

Dieses Material brauchst Du:

  • Entwässerungsrinnensystem
  • Schnur
  • 2x Stäbe
  • Gummihammer
  • Magerbeton
  • Spaten
  • Wasserwaage
  • Stampfer
  • Glättkelle
  • Abflussrohrsystem
  • Abschlusskappen
  • Hammer
  • Säge
  • Eimer
  • Maßband 

Optional:

  • KG-Rohre
  • Laubfang
  • Zisterne

Schritt 1: Die Auswahl der Entwässerungsrinne

Vor dem Verlegen ist die Wahl des richtigen Materials der wichtigste Schritt. Denn die gewählte Entwässerungsrinne muss in jedem Fall für den gedachten Einsatzbereich geeignet sein, um den entstehenden Belastungen und äußeren Einflüssen trotzen zu können.

Entwässerungsrinnen sind in den verschiedensten Materialien von Stahl (rostfrei, band- oder feuerverzinkt) über Beton (faserbewehrtem Beton, Polymerbeton, Stahlbeton) bis hin zu leichtem Kunststoff verfügbar. Jedes Material weist besondere Eigenschaften mit individuellen Vor- und Nachteilen auf. Finde heraus, welche Rinne für Dein Projekt optimal geeignet ist.

deineBAUSTOFFE hat für Dich eine kleine Materialkunde der am häufigsten genutzten Rinnenstoffe zusammengestellt:

Kunststoff: gut geeignet für den Garten- und Landschaftsbau

Vorteile von Kunststoff
  • Geringes Gewicht
  • Leichter Transport + einfache Verarbeitung

Nachteile von Kunststoff
  • Wenig beständig gegen UV-Strahlung  + Temperaturschwankungen

Polymerbeton: vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bis hin zur höchsten Belastungsklasse

Vorteile von Polymerbeton
  • Geringeres Gewicht im Vergleich zu Normalbeton
  • Hält höhere Zug- und Biegespannungen aus als Beton
  • Beständig gegenüber aggressiven Chemikalien

Nachteile von Polymerbeton
  • Anfällig für Schlageinwirkungen

Beton: hauptsächlich im Schwerlastbereich eingesetzt

Vorteile von Beton
  • Sehr druckresistent

Nachteile von Beton
  • Geringe Zugspannung

Bedenke in jedem Fall die zu erwartenden Belastungen auf Deine Entwässerungsrinne. Die DIN EN 1433 gibt Dir Auskunft darüber, für welchen Bereich das ausgewählte Material geeignet ist. Mache Dir also im Vorfeld detaillierte Gedanken darüber, welchen Belastungen Deine Rinne ausgesetzt ist. 

  • A 15: Bereiche, die geringen Belastungen ausgesetzt sind und nur von Fußgängern +  Radfahrern genutzt werden wie Grünflächen
  • B 125: Gehwege + Pkw-Parkflächen 
  • C 250: Bordsteine + Seitenstreifen 
  • D 400: Fahrbahnen + Fußgängerzonen 
  • E 600: Verkehrsflächen, mit starken Radlasten wie Industriegebiete 
  • F 900: Bereiche, die extremen Belastungen standhalten müssen, wie Flughafen-Landebahnen 

Schritt 2: Vorbereitungen

Plane den Verlauf der Entwässerungsrinne, damit das Wasser effektiv abgeleitet werden kann. Markiere Dir die Länge und Breite des Grabens, in den die Rinne eingesetzt wird. Beachte bei den Vorbereitungen, ob die Rinne ein integriertes Gefälle hat. Die Mehrzahl der im Handel verfügbaren Modelle verfügt darüber. Informiere Dich beim Kauf darüber, denn andernfalls musst Du bei der Planung des Einbaugrabens ein Gefälle von mindestens 2 % einplanen.

 Außerdem solltest Du dir im Vorfeld darüber im Klaren sein, auf welche Art das Wasser abtransportiert wird, denn eventuell müssen Sie auch hier aktiv werden.

  • Ist eine geeignete Sickerfläche in der Nähe verfügbar? 
  • Gibt es einen Anschluss an einen Kanal?

Sollten Dir weder eine Sickerfläche noch ein Anschluss an die Kanalisation zur Verfügung stehen, kann eine Zisterne Abhilfe schaffen. Diese lässt sich auch unauffällig im Erdreich versenken. 

Schritt 3: Graben ausheben + Fundament gießen

Hebe nun einen Graben aus. Die Tiefe sollte zum einen die Höhe der Entwässerungsrinne berücksichtigen plus ein Betonbett, in das die Rinne eingesetzt wird, mit einer Mindesthöhe von fünf Zentimetern.

Nachdem der Graben fertig ist, empfehlen wir eine Richtschnur, um die richtige Oberkante der Rinne zu markieren. Das hilft bei der Orientierung während des Einsetzens. Setze an beiden Enden des Grabens jeweils einen Stab ein und spanne zwischen den Stäben eine Schnur. Richte die Schnur mit einer Wasserwaage so aus, dass die Höhe der Schnur die Oberkante der Rinne anzeigt. Die richtige Höhe ist erreicht, wenn die Oberkante der Entwässerungsrinne inklusive Gitter am Ende etwa drei bis fünf Millimeter unter dem angrenzenden Oberflächenbelag liegt. So kann das Wasser problemlos hineinlaufen.

Bereite nun alles für das Abflusssystem vor. Stelle mithilfe der Abflussrohre entweder eine Verbindung zur Kanalisation, zur Zisterne oder zur Versickerungsfläche her. Der Abflusspunkt sollte an der tiefsten Stelle liegen.

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Bei einem Abfluss durch das Erdreich in die Kanalisation empfehlen wir KG-Rohre. Das Material ist sehr stabil und verrottet nicht. Bedenke beim Zusammenstecken der KG-Rohre die Fließrichtung des Wassers, da das Wasser andernfalls durch die Verbindungsspalte verschwinden kann. Außerdem bieten einige Entwässerungsrinnen eine Vorrichtung zum Einbau eines Laubfangs. Dieser verhindert ein Verstopfen des Wasserablaufs. Je nach Einsatzort ist diese Investition sehr zu empfehlen, da so viel Ärger mit verstopften Rohren verhindert werden kann.
Rühre den Magerbeton an und gieße so viel von der Masse in die ausgehobene Grube, dass die Rinne beim Aufsetzen etwa einen fingernagelbreit über der Schnur endet. Achte darauf, dass kein Beton in den vorbereiteten Abfluss gelangt. Der leichte Überstand ist notwendig, da die Rinnenelemente beim Einsetzen zwei bis drei Zentimeter in den weichen Beton geklopft werden. Verdichte nun den Magerbeton mit einem Stampfer. Kontrolliere erneut die Höhe und ziehe den Beton mit einer Glättekelle ab. Überprüfe mit einer Wasserwaage, ob die Oberfläche eben und gerade ist. Die Schicht aus Beton sollte Minimum fünf Zentimeter betragen, um ein gutes Fundament zu bilden.



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Magerbeton ist ein Kies-Zement-Gemisch. Die Mischung ist trocken, körnig und viel weniger flüssig als gewöhnlicher Beton. Magerbeton zeichnet sich durch seine druckfesten Eigenschaften aus, ist jedoch statisch wenig belastbar. Daher wird das Gemisch hauptsächlich als stabiles Füllmaterial verwendet, wie beispielsweise bei der Verlegung von Entwässerungselementen. Das Verhältnis von Kies zu Zement ist dabei 8:1. Beim Kies sollte eine Körnung von 0 bis 8 Millimetern verwendet werden. Achte beim Anrühren darauf, dass die Mischung erdfeucht ist. Füge anfangs weniger Wasser hinzu und schaue, wie feucht die Masse ist und gebe bei Bedarf eher noch etwas Flüssigkeit nach.

Schritt 4: Entwässerungsrinne einsetzen

Starte nun vom vorbereiteten Abfluss aus mit dem Einsetzen der Entwässerungsrinne. Die Rinnenelemente sind flexibel einsetzbar. Standardmäßig haben sie kein Loch, sondern sind mit einer Sollbruchstelle an beiden Seiten ausgestattet. An den Bruchkanten kann mithilfe eines Hammers vorsichtig die Rundung herausgehauen werden, um dort den Auslauf zu platzieren. Setze nun die Entwässerungsrinne auf den noch weichen Beton. Klopfe die Rinne nach dem Platzieren mit einem Gummihammer leicht in den Beton, bis sie auf der optimalen Höhe ist und kontrolliere mithilfe der Wasserwaage, ob die Rinne gerade eingesetzt wurde.

Setze nun nacheinander alle weiteren Elemente aneinander. Die Mehrheit der im Handel verfügbaren Entwässerungsrinnen funktioniert nach einem Baukastenprinzip, wodurch sie sich problemlos ineinanderstecken lassen. Passe das letzte Element gegebenenfalls von der Länge an. Nutze dazu eine geeignete Säge für das Material Deiner Entwässerungsrinne. Das Abschlusselement wird immer an der Innenseite abgesägt, da an der Außenseite die Abschlusskappe eingesetzt wird.

Nachdem das letzte Element eingesetzt wurde, setze nun die Abschlusskappen in die dafür vorgesehene Einfassung an beiden Außenseiten der Rinne. Die Abschlusskappen schließen bündig ab und sorgen dafür, dass das Wasser nur in eine Richtung fließen kann - Richtung Abfluss. Auf der Seite des Abflusses sorgt die Abschlusskappe zudem dafür, dass kein Wasser über das Loch hinausschießen kann. Schließe nun die Entwässerungsrinne vollständig an den Abfluss an. 

Schritt 5: Abschlussarbeiten

Nachdem das letzte Element gesetzt ist und die Entwässerungsrinne an den Abfluss angeschlossen ist, wird die Rinne mit Beton bis zur markierten oberen Kante eingefasst und das Gitter aufgesetzt. Warte, bis das Betonbett vollständig getrocknet ist. Erst dann kann der an die Entwässerungsrinne anschließende Belag verlegt werden.

deineBAUSTOFFE wünscht Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt!

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