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Klinkerriemchen anbringen

 
Anspruch: Fortgeschrittener

Klinkerriemchen sind eine einfache Möglichkeit, die Außenfassade mit einer natürlichen Backsteinoptik zu versehen und damit optisch aufzuwerten. Neben der Verschönerung der Außenwand werden sie ebenso gerne zur Fassadensanierung oder Fassadendämmung eingesetzt. Die Dicke der Klinkerriemchen ist mit 10 bis 20 mm deutlich schmaler, im Vergleich zu normalem Klinker.

Gefertigt werden Klinkerriemchen häufig aus normalen Klinkersteinen, die dann zu dünnen Klinkerriemchen zugeschnitten werden. Klinkerriemchen sind in der Regel in allen Formaten erhältlich, die es auch als Klinker gibt. Auch die Farben sind unison zum Klinker erhältlich. Hier ein kleiner Einblick in die Variationsmöglichkeiten der Klinkerriemchen: 

Farbe
  • Anthrazit
  • Grau
  • Rot
  • Braun
  • Beige/Sand
  • Weiß
  • Mehrfarbig

Form
  • Normalformat (NF)
  • Dünnformat (DF)
  • Zweifaches Dünnformat (2DF)
  • Waaldickformat (WDF)
  • Waalformat (WF)
  • Langdünnformat (LDF)
  • Modulformat (ModF)
  • Reichsformat (RF)
  • Oldenburger Format (OF)
  • Altes Reichsformat (ARF)
  • Dänisches Normalformat (DNF)


Wer neben der optischen Komponente auch eine Wärmedämmung durch die Klinkerriemchen erreichen möchte, sollte Isolierklinker nutzen. Dieser wird beispielsweise aus Polyurethan oder aus hart gebranntem Ton gefertigt und sorgt dafür, dass die Wärme schwerer durch die Außenwände entfliehen kann.

Klinkerriemchen sind ebenso wetterbeständig wie echter Klinker. Ein klarer Vorteil der Riemchen ist dabei jedoch ihre simple Montage. Im Gegensatz zu echtem Klinker, der als Vormauerwerk dient, sind Klinkerriemchen nur auf die Fassade aufgeklebt. Das Anbringen der Klinkerriemchen kann gut in Eigenregie durchgeführt werden, da das Kleben der Riemchen nicht kompliziert ist. Für die Planung und Ausführung ist jedoch ein hohes Maß an Akribie und Geduld gefragt, da sehr genau gearbeitet werden muss. 


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Vorbereitungen:

  • Vorbereitung der Oberfläche: Die Fassade muss vor dem Verkleben der Klinkerriemchen vorbereitet werden. Sie sollte tragfähig, sauber und eben sein. Reste von Öl, Fett, Staub, Schmutz oder Ähnlichem dürfen nicht auf dem Untergrund vorhanden sein und müssen vor dem Kleben beseitig sein. Außerdem müssen Sie Risse und Löcher vorab ausbessern. Wichtig: Bringen Sie die Riemchen nur an, wenn die Oberfläche trocken ist.
  • Planung des Verlegemusters: Messen Sie die Fassade exakt aus und planen Sie vorab detailliert, wie das Verlegemuster aussehen soll. Für ein gleichmäßiges Ergebnis ist ein hohes Maß an Präzision wichtig. Haben Sie eine Wand mit Fenstern und Türen, sollten Sie bei der Planung diese als Orientierungspunkte nutzen und das Muster von diesen Punkten aus planen. Nehmen Sie sich für diesen Schritt unbedingt Zeit! 
  • Anzeichnen des Verlegemusters: Bringen Sie nun das Muster von Ihrem Blatt Papier auf die Wand. Beginnen Sie mit der Festlegung der Schichthöhen. Dazu messen Sie am Rand die Abstände ab und zeichnen diese an. Mithilfe einer Schlagschnur und einer Wasserwaage können Sie die Höhe der Linien über die ganze Wand verlängern. 
  • Riemchen mischen: Bevor Sie mit dem Anbringen der Klinkerriemchen beginnen, sollten Sie Riemchen aus unterschiedlichen Paketen mischen. So werden natürliche Farbunterschiede bei der Produktion ausgeglichen und es entsteht ein schönes Gesamtbild ohne farbliche Irritationen. 
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Wer sich die Arbeit mit dem Verlegemuster erleichtern möchte oder wenig Erfahrung in dem Bereich hat, sollte auf ein Verlegeraster setzen. Dieses Hilfsmittel wird an die Wand gestellt und mit einer Wasserwaage ausgerichtet. Anschließend können Sie die Klinkerriemchen ganz einfach in den dafür vorgesehenen Rasterlücken platzieren. Ist der untere Teil der Fassade mit Klinkerriemchen geklebt, kann das Verlegeraster vorsichtig auf die oberste Reihe der verklebten Klinkerriemchen aufgesetzt werden. Mit einer Befestigung wird das Raster zusätzlich an der Wand fixiert. Anschließend kann der obere Teil der Wand mit Riemchenklinkern geklebt werden. Eine weitere Alternative ist eine sogenannte Klinkerplatte. Diese macht das Verlegen noch einmal ein Stück einfacher. Denn auf dieser sind die Klinkerriemchen bereits auf einer Platte montiert und Sie müssen nur noch die wenigen Platten an der Wand monieren, anstatt jedes einzelne Klinkerriemchen zu kleben. Für den Vorteil einer leichten Montage müssen Sie jedoch höhere Kosten und eine beschränkte Farbauswahl in Kauf nehmen.



Dieses Material brauchst Du:

  • Zollstock/Maßband
  • Stift
  • Zettel
  • Schlagschnur
  • Klinkerriemchen
  • Klebemörtel
  • Bohrmaschine
  • Rührquirl
  • Glättscheibe
  • Zahnspachtel
  • Senklot
  • Wasserwaage
  • Distanzhalter
  • Keile
  • Winkelschleifer
  • Fugeneisen
  • Fugenmörtel 

Optional:

  • Verlegeraster
  • Klinkerplatte

Schritt 1: Klebemörtel auftragen

Rühre den Klebemörtel mithilfe einer Bohrmaschine und eines Rührquirls an. Die Masse bringst Du mit einer Glättscheibe auf die Fassade auf. Anschließend kämmst Du den Mörtel mithilfe eines Zahnspachtels, indem Sie die Kelle senkrecht von unten nach oben ziehen. Die entstehenden senkrechten Rillen sorgen für eine verbesserte Haftung der Klinkerriemchen.

deineBAUSTOFFE-Tipp

Bringe den Klebemörtel immer nur auf Teilen der Wand auf, verklebe die Riemchen und trage erst dann den nächsten Klebemörtel auf. Damit garantierst Du die volle Haftfähigkeit des Klebers.

Schritt 2: Floating-Buttering-Verfahren

Auch auf die Riemchen wird eine Schicht Mörtel aufgetragen, bevor sie auf die Wand gesetzt werden. Diese Art des Klebens nennt man Floating-Buttering-Verfahren. Die Schichtdicke des Mörtels sollte, ohne die Riemchen mitzurechnen, etwa 6 mm betragen.


deineBAUSTOFFE erklärt: Floating-Buttering-Verfahren
Beim Floating-Buttering-Verfahren werden sowohl auf dem Untergrund als auch auf den Klinkerriemchen Klebemörtel aufgetragen. Dieses Verfahren ist zwar zeitintensiv, hat aber den Vorteil, dass dadurch kaum Hohlräume in der Klebeschicht entstehen können. Das ist wichtig, da Hohlräume potenzielle Risikofaktoren für Frostschäden darstellen. Denn in den Aussparungen kann sich Wasser sammeln, das dann bei niedrigen Temperaturen gefriert und zu Frostschäden führt. Daher ist das Floating-Buttering-Verfahren besonders im Außenbereich sinnvoll, wo das Material äußeren Einflüssen ungeschützt ausgesetzt ist.

Schritt 3: Riemchen platzieren

Platziere die Riemchen nun an der Wand. Präzision ist dabei sehr wichtig. Halte sich unbedingt an den Verlegeplan. Bei der Verlegung an Wänden mit einer Ecke solltest Du an der Ecke mit dem Verlegen der Winkelriemchen beginnen und anschließend daran die Fläche legen. So können die Winkelriemchen als Orientierung genutzt werden. Sollten zudem noch Türen und Fenster vorhanden sein, empfiehlt es sich dort mit den ersten Klinkerriemchen zu starten. 

Schritt 4: Ausrichtung der Fugen

Kontrolliere mit einem Senklot und einer Wasserwaage immer wieder den Verlauf der Fugen. Zum Einhalten der Fugenabstände können Distanzhalter oder kleine Keile helfen. Entferne überquellenden Kleber aus den Fugen. Je nach Verlegemuster oder auch am Ende einer Reihe müssen immer wieder Klinkerriemchen zugeschnitten werden. Dazu kannst Du beispielsweise mit einem Winkelschleifer arbeiten.

Schritt 5: Fugen füllen

Wenn Du die Fassade vollständig mit Klinkerriemchen versehen haben, lasse den Kleber trocknen, bevor Du die Fugen verfüllst. Je nach Klinkerriemchen kannst Du beispielsweise das Schlämmverfahren zum Verfugen nutzen oder mithilfe eines Fugeneisens die Fugen mit Fugenmörtel verfüllen. Im Außenbereich sollte unbedingt ein wasserabweisender Fugenmörtel verwendet werden. 

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