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Parkett verlegen

Dieser Beitrag wurde am 30.09.2021 veröffentlicht.
Anspruch: mittel

Parkett ist ein Echtholzboden, der aus massiven Hartholzelementen oder mit Hartholz furniertem Weichholz besteht. Die naturgegebene Oberflächenstruktur des Holzes sorgt für eine natürliche Optik und ist besonders für Wohnbereiche ein gern genutzter Bodenbelag. In Nassbereichen hingegen ist Parkettboden keine gute Wahl, da das Holz durch die Feuchtigkeit strapaziert wird.

deineBAUSTOFFE erklärt: Einschichtiges und mehrschichtiges Holz

Bei der Auswahl von Parkett hat man die Wahl zwischen einem einschichtigen und mehrschichtigen Parkett. Einschichtiges Parkett besteht aus einer vollständigen, massiven Vollholzplanke. Mehrschichtiges Parkett, auch Fertigparkett genannt, ist hingegen aus mehreren Schichten zusammengesetzt: der Nutzschicht, der Mittellage und dem Gegenzug. Damit der mehrschichtige Bodenbelag als Parkett bezeichnet werden darf, muss die oberste Nutzschicht aus Vollholz bestehen, das mindestens 2,5 Millimeter stark ist.

Die Art des Parkettholzes ist unglaublich vielfältig, wodurch auch die Farbgebung sehr breit gefächert ist. Für ein helles Parkett wählt man etwa das Holz des Ahorns, der Esche oder der Kiefer. Eine rötliche Färbung haben hingegen die Parkettdielen der Kirsche oder Buche. Für einen klassisch dunklen Look trifft man mit einem Eichenparkett die richtige Entscheidung.


Parkettboden ist hochwertig und langlebig. Abnutzungsspuren, die über die Zeit entstehen, können durch Abschleifen der Vollholzschicht beseitigt werden. Allerdings ist Parkett in der Anschaffung recht kostenintensiv im Vergleich zu anderen Bodenbelägen. Dafür ist Parkett aber ein sehr wohngesunder Boden, der keine Schadstoffe ausdünstet und auch für Allergiker bestens geeignet ist. Beim Kauf des Parketts sollte jedoch beachtet werden, dass das Holz auf UV-Strahlen reagiert und sich die Farbe nach der Verlegung durch Lichteinfall gegebenenfalls noch verändert.

Die klassische Verlegung von Parkett erfolgt mit einem Verbindungssystem aus Nut und Feder. Da diese Verlegung anspruchsvoll ist, sollte dies von einem Fachmann*frau durchgeführt werden. Alternativ kann der Fußboden mit einer Spundung oder einem Klick-System verbunden werden.

Letztere Variante eignet sich auch für die Verlegung in Eigenregie. Dennoch ist auch bei dieser Verlegemethode Präzision gefragt. Der große Vorteil eines Klick-Systems in Verbindung mit einer schwimmenden Verlegung, also einem einfachen Auflegen des Parketts auf den Boden ohne Klebeverbindung, ist, dass das Material bei einem Umzug ganz einfach wieder herausgenommen und in einem anderen Raum neu verlegt werden kann.

Wir erklären Dir in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Du in Eigenregie Klick-Parkett schwimmend verlegen kannst.

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deineBAUSTOFFE erklärt: Verlegemuster für Parkett

✓ Parallelverband ✓ Wilder Verband ✓ Halbverband ✓ Leiterverband ✓ Altdeutscher Verband ✓

Würfelmuster ✓ Fischgrätmuster ✓ Flechtstruktur ✓ Mosaik 

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Vorbereitungen

  • Untergrund prüfen: Der Untergrund, auf dem das Parkett verlegt wird, muss eben und frei von Rückständen sein. Reste von vorherigen Bodenbelägen müssen komplett entfernt werden. Sollte der Boden nicht eben genug sein, so muss der Boden entweder durch Abschleifen oder mithilfe einer Ausgleichsmasse angeglichen werden.
  • Parkett akklimatisieren lassen: Die Pakete Deines Parkettbodens müssen mindestens 48 Stunden  vorher ungeöffnet in den Räumen liegen, um sich an das Raumklima zu gewöhnen. Ansonsten gibt es Spannungen im Material und das Ergebnis wird nicht Deinen Vorstellungen entsprechen.
  • Material mischen: Nachdem sich das Material an die Umgebung angepasst hat und bevor Du die Parkett-Planken verlegst, solltest Du das Material verschiedener Pakete mischen. Durch diesen Vorgang werden natürliche Farbunterschiede ausgeglichen und bei der Verlegung entsteht ein homogenes Bild.
  • Feuchtigkeitsbremse + Trittschalldämmung einbauen: Solltest Du den Parkettboden auf mineralischem Untergrund verlegen, so ist eine Dampfbremse notwendig. Bei einer schwimmenden Verlegung ist außerdem eine Trittschalldämmung unbedingt notwendig . Das Material ist nicht mit dem Boden fixiert und ohne Dämmung würde bei jedem Betreten des Parketts ein klapperndes Geräusch entstehen.
  • Raummuster planen: Bevor Du dich ans Werk machst, solltest Du dir im Klaren darüber sein, wie das Raummuster gestaltet wird. Die Fugen der Reihen sollten mit mindestens 40 Zentimeter Versatz zwischen den Fugen geplant werden. Die Endstücke einer Reihe sollten zudem nicht zu schmal sein, um ein schönes Gesamtbild zu erzielen. Außerdem muss die Breite der Parkettplanken der ersten Reihe festgelegt werden, damit die letzte Reihe am Ende nicht zu schmal ausfällt.
  • Dehnungsfuge berücksichtigen: Beachte bei Deiner Planung auch, dass sich das Material je nach Raumklima ausdehnt oder zusammenzieht. Um diesen natürlichen Bewegungen des Holzes den notwendigen Raum zu geben, muss an allen Seiten zur Wand eine Dehnungsfuge mit eingeplant werden. Dazu werden an den Seiten Keile als Abstandshalter eingesetzt. Beachte außerdem, dass auch an Türübergängen eine Bewegungsfuge notwendig ist.
deineBAUSTOFFE erklärt: So entsorgst Du alte Bodenbeläge richtig!
  • Vinyl: Alter Vinylboden kann bei einem Wertstoffhoff entsorgt werden oder alternativ über den Sperrmüll. Im Hausmüll darf der Bodenbelag nicht beseitigt werden.
  • Parkett + Laminat: Parkett + Laminat kann als Sperrmüll entsorgt werden. Bei älteren Bodenbelägen, die mit einem giftigen Kleber verlegt wurden, müssen Reste als gefährlicher Abfall separat entsorgt werden.
  • Teppichboden: Nicht verklebte Teppiche können im Sperrmüll entsorgt werden. Verklebte Teppichböden können über den nächstgelegenen Wertstoffhof entsorgt werden.
  • Fliesen/Naturstein: Dieses Bodenmaterial kann als Bauschutt entsorgt werden. 
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Dieses Material brauchst Du:

  • Parkettboden
  • Spachtel
  • Schleifgerät
  • Ausgleichmasse
  • Feuchtigkeitsbremse
  • Trittschalldämmung
  • Bleistift
  • Zettel
  • Zollstock
  • Abstandskeile
  • Hammer
  • Schlagholz
  • Fuchsschwanzsäge
  • Winkel
  • Bohrer
  • Fräsaufsatz
  • Leim
  • Rohrabdeckung
  • Handsäge
  • Sockelleiste
  • Türprofil 
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1. Schritt: Bretter schneiden & Abstandskeile setzen

Setze in der ersten Reihe nun nach und nach an die nächsten Parkettplanken an. Verschiedene Hersteller haben verschiedene Klicksysteme. Folge beim Einsetzen den Anweisungen des Herstellers. Kontrolliere immer, ob die Dielen richtig eingerastet sind.

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2. Schritt: Verlegen der Parkettplanken

Setze in der ersten Reihe nun nach und nach an die nächsten Parkettplanken an. Verschiedene Hersteller haben verschiedene Klicksysteme. Folge beim Einsetzen den Anweisungen des Herstellers. Kontrolliere immer, ob die Dielen richtig eingerastet sind.

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3. Schritt: Länge der letzten Reihe

Für die letzte Parkettplanke der Reihe musst Du die Länge anpassen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder misst Du die Größe exakt aus oder Du legst die letzte Diele an und markierst die Stelle, an der das Parkettstück abgeschnitten werden soll mit einem Bleistift. Verlängere mit einem Winkel den Punkt über die Breite der Planke. Nutze eine Fuchsschwanzsäge zum Zuschneiden. Wichtig: Kontrolliere vorher, an welcher Seite die notwendige Klickverbindung zum vorherigen Element ist, damit Du das Element nicht an der falschen Seite kürzest. Setze das zugeschnittene Parkettstück ein und drücke es mithilfe eines Zugeisens an das vorherige Element.

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4. Schritt: Parkett über die Fläche verlegen

Das abgeschnittene Parkettstück der letzten Reihe wird nun in der nächsten Reihe als erstes Element angesetzt. Das Stück sollte aber mindestens 30 Zentimeter lang sein. Setze nun die folgenden Elemente so ein, dass sie kopfseitig mit dem vorherigen Element der Reihe verbunden sind und gleichzeitig eine seitliche Verbindung mit dem Element der Reihe davor haben. Am Ende der Reihe schneidest Du die Diele wieder zu. Gehe über die gesamte Fläche so vor.

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5. Schritt: Aussparungen berücksichtigen

Aussparungen wie Heizungsrohre überträgst Du auf die Dielen und schneidest die Elemente passend aus. Um Heizungsrohre zu umschließen, fräst Du eine Aussparung für die Rohre in das Bodenstück und schneidest anschließend das Stück hinter der Heizung aus. Setze die Diele ein und kleben das ausgeschnittene Stück mit etwas Leim wieder an, sodass das Rohr umschlossen ist. Umschließe abschließend die Rohre mit einer Rohrabdeckung. Kürze, wenn notwendig, die Türzarge mit einer Handsäge.

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6. Schritt: Sockelleiste montieren

Um abschließend eine Sockelleiste zu montieren, entferne die Abstandshalter an den Seiten und montiere die Leiste nach Herstelleranweisung. Die Bewegungsleiste am Türübergang kannst Du problemlos mit einem Profil überdecken.

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