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Regenwassertank einbauen

 
Anspruch: Experte

Mit einer sinnvollen Regenwassernutzung können Ressourcen und Kosten gespart werden, denn durchschnittlich verbraucht ein Deutscher im Jahr jeden Tag circa 127 Liter Wasser. In Wassertanks gespeichertes Regenwasser lässt sich als Alternative zum Trinkwasser wunderbar in den verschiedensten Bereichen des täglichen Lebens einsetzen.


Wofür ist Regenwasser geeignet?

  • Toilettenspülung
  • Wäschewaschen
  • Gartenbewässerung
  • Befüllung von Gartenteichen

Um das Regenwasser bedenkenlos nutzen zu können, muss allerdings in jeden Fall die Qualität des Regenwassers sichergestellt sein. Dafür ausschlaggebend sind die Eigenschaften des Wassers selbst und die Speicherungstechnik. Achte darauf, die folgende Kriterien zu erfüllen.


Es muss sichergestellt sein, dass…

…das Regenwasser hygienisch und gesundheitlich unbedenklich ist.

…Feststoffe, wie etwa Sand, nicht im Wasser enthalten sind, um einem vorzeitigen Verschleiß der Bauteile zu verhindern. Dies gilt speziell für die unterirdische Regenwasserspeicherung.

…das Regenwasser keine chemischen Stoffe enthält, die die Bauteile der Anlage angreift.

…eine Verwechslung oder Vermischung von Regenwasser mit Trinkwasser ausgeschlossen ist. Eine Verbindung zwischen Regenwasser- und Trinkwassernetz ist verboten.


Oberirdischer Regentank vs. Unterirdische Zisterne

Welche Art der Speicherung für Dich infrage kommt, hängt in erster Linie von Deinen Bedürfnissen ab und zusätzlich vom zur Verfügung stehenden Platz. Bei beiden Systemen wird oberirdisch Wasser aufgefangen und anschließend in einen ober- oder unterirdisch montierten Tank weitergeleitet.


Wichtig: Solltest Du das Wasser auf dem Dach auffangen wollen, so kläre in jedem Fall ab, ob das Dach dafür geeignet ist. Dächer aus Kupfer oder Zink sind nicht für eine Regenwassersammlung geeignet, da dort lösliche und unlösliche Metallverbindungen abgeschwemmt werden. Diese sind gesundheitsschädlich. Ebenfalls abgeraten wird von einem Auffangen des Regenwassers auf Dächern, die eine Teerpappe mit Bitumenabdichtung vorweisen. Dort können Biozide freigesetzt werden, die vom Regenwasser in den Tank geleitet werden würden. 


deineBAUSTOFFE erklärt:

Oberirdische Wassertanks

Bei der oberirdischen Wasserspeicherung wird das Regenwasser direkt von der Auffangstelle in der Regel von einem Dach aus in eine Regentonne geleitet, die im Garten platziert wurde. Die Tanks sind in den verschiedensten Größen erhältlich und frei nach Bedarf wählbar. Das Regenwasser kann direkt durch einen Wasserhahn am Tank genutzt werden. Bei kalten Temperaturen können sie jedoch zu Problemen führen, wenn das Wasser gefriert, da sie häufig aus Plastik bestehen.


Unterirdische Wassertanks

Als unterirdisches Regenwassertanks werden kleine oder große Zisternen eingesetzt. Kleinere Zisternen sind zu empfehlen, wenn der Hauptgrund der Regenwasserspeicherung die Bewässerung des Gartens ist. Größere Zisternen sind dann sinnvoll, wenn zusätzlich zur Gartenbewässerung auch Brauchwasser für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine zur Verfügung stehen soll. Das Wasser wird unterirdisch gesammelt und mit einer integrierten Pumpe aus dem Tank nach oben gebracht. Der Vorteil dieser Regenwasserspeicherung ist, dass die Anwendungsbereiche sehr viel vielfältig sind. Der Nachteil ist, dass damit ein deutlich größerer Aufwand verbunden ist. So ist etwa für die Nutzung als Brauchwasser für die Toilette und die Waschmaschine eine deutlich anspruchsvollere Wasserfiltration notwendig. Darüber hinaus wird ein eigenes Leitungssystem gebraucht, da Regen- und Trinkwasser nicht vermischt werden dürfen. Diese Nachrüstung ist extrem teuer und lohnt sich daher meistens nur bei Neubauten.

Ein oberirdischer Wassertank lässt sich mit relativ wenig Aufwand aufstellen und anschließen. Eine unterirdische Zisterne verlangt mehr Aufwand bei der Montage. Wir zeigen Ihnen in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie einen Wassertank unterirdisch einbauen können.

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Dieses Material brauchst Du:

  • Zollstock/Maßband
  • Zisterne
  • Blatt
  • Stift
  • Kleine Holzstäbe
  • kleiner Bagger
  • Schaufel
  • Spaten
  • Kies
  • Hake
  • Abziehlatte
  • Wasserwaage
  • Stampfer
  • Tragegurte
  • Wasser
  • Pumpe
  • Stichsäge
  • Entnahmestelle 
  • Optional: Bohrer
  • Fallrohr
  • Rohre
  • Rohrgleitmittel
  • Schlauch

Vorbereitungen:

  • Planung: Überlege Dir, wo der Wassertank stehen soll. Beachte dabei vor allem die Abstände zu angrenzenden Grundstücken, zu Bäumen oder zu Verkehrsflächen. Messe die Fläche entsprechend der Größe der Zisterne aus und plane zusätzlich etwas Platz zum Arbeiten in der Grube ein. Rechne dazu etwa 40-50 Zentimeter an jeder Seite hinzu. Zeichne die Maße nun in ihrem Garten ein. Markiere die Fläche genau, damit Du beim Ausheben der Grube nicht zu viel oder wenig Erdreich wegnimmst. Dazu können kleine Holzstäbe dienlich sein. Außerdem musst Du wissen, wo die Zuleitungen zum Wassertank verlaufen, wo der Sickerschacht geplant ist und wo das Wasser aus der Zisterne entnommen werden soll. Der Wassertank sollte zudem nicht zu weit entfernt von der Auffangstelle/dem Fallrohr stehen.
  • Tiefe des Lochs: Informiere Dich vorab, wie tief das Loch für die Größe Deines Wassertanks sein muss. Die Experten von deineBAUSTOFFE.de helfen Dir gerne weiter. Für das Ausheben des Lochs empfiehlt sich in der Regel ein kleiner Bagger als Hilfsmittel. Es sind inzwischen auch verschieden Ausführungen als Flachtank erhältlich, sodass ein Loch nicht immer immens tief sein muss.

Schritt 1: Grube vorbereiten

Hebe die Grube für die Zisterne nun mit dem Bagger aus. Je nach Beschaffenheit des Bodens muss eine Neigung eingeplant werden, damit das Loch stabil ist und nicht in sich zusammenbricht. Lagere den Mutterboden in der Nähe. Dieser wird später zum Auffüllen des Lochs benötigt. Wenn Du die notwendige Tiefe und Breite erreicht hast, wird der Boden des Lochs noch einmal händisch angeglichen und verdichtet, bis dann die erste Schicht Kies aufgetragen wird. Diese sorgt dafür, dass der Wassertank stabil steht. Der Grundkornkies sollte circa 20 cm hoch aufgeschüttet werden und eine Körnung von 8-16 mm haben. Verteile den Kies gleichmäßig mit einer Harke und ziehe die Fläche mit einer Abziehlatte ab. Kontrolliere mit einer Wasserwaage, ob der Untergrund richtig angelegt ist. Abschließend verdichte auch den Kies mit einem Stampfer. 

Schritt 2: Zisterne setzen

Nun wird die Zisterne auf die erste Kiesschicht gesetzt. Befestige dafür Gurte an vorgesehenen Tragegriffe und/ oder Ösen. Lasse die Zisterne entweder händisch oder mit einem Bagger langsam und ohne Stoßen in die Grube ab. Befülle den Tank zu etwa 1/3 mit Wasser, damit die Zisterne durch das Eigengewicht stabil stehen bleibt. Solltest Du eine Sickergrube planen, dann richte die Öffnung des Tanküberlaufs in diese Richtung aus. Kontrolliere mit einer Wasserwaage, ob der Tank geradesteht. Jetzt wird das Loch der Zisterne Schicht um Schicht mit Kies aufgefüllt. Dazu immer ungefähr 10 Zentimeter Kies aufschichten, gleichmäßig verteilen und wieder mit dem Handstampfer verdichten. Dieses Schema wird so lange wiederholt, bis Sie an den Eingängen für die Rohre angekommen sind.

Schritt 3: Stutzen setzen/Rohre verlegen

Je nach Modell Deines Flachtanks wird nun im nächsten Schritt entweder der Domstutzen vorbereitet und eingesetzt oder die KG-Rohre verlegt.

  • Domstutzen: Bereite den Domstutzen vor. Abhängig vom Regenwassertank müssen noch Öffnungen gebohrt und Dichtungen in den Domstutzen eingesetzt werden. Kontrolliere außerdem, dass der Domstutzen die richtige Höhe hat. Diese sollte nach Einsetzen wenige Zentimeter über dem Erdniveau liegen. Mit einer Stichsäge kann die Höhe angepasst werden. Setze den Domschacht ein und befestige ihn. Lasse nun die Tauchpumpe mit einem Seil in die Zisterne ein und verbinde diese mit dem Wasseranschluss.
  • Rohrverlegung: Bei der Verlegung von Zulauf und Leerlauf muss eine Neigung von 1-2 % Richtung Zisterne eingeplant werden, damit das Wasser ohne Widerstand in den Wassertank laufen kann. Schließe nun alle KG-Rohre an die Zisterne an. Beginne mit dem Ablauf. Den Ablauf verlegst Du vom Behälter weg mit einem höheren Gefälle als der Zulauf. Verbinde das Zulaufrohr mit dem Fallrohr. Schließe das Abflussrohr beispielsweise an eine Versickerung an, um ein Überlaufen des Regenwassertanks zu verhindern. Tipp: Beim Zusammenstecken der Rohre kann ein Rohrgleitmittel hilfreich sein. So lassen sich die Elemente ganz einfach ineinanderstecken. 

Schritt 4: Grube auffüllen

Verschließe den Domstutzen abschließend mit dem Deckel und schließe die Zisterne, wenn vorhanden, an eine Entnahmestelle an. Jetzt kann das Loch bis auf 30 Zentimeter mit Kies aufgefüllt werden. Hier wird wieder das gleiche Schema angewendet wie bei Punkt 1: Auffüllen, verteilen, verdichten. Die letzten 30 Zentimeter werden mit Mutterboden aufgefüllt. Auf dem Mutterboden können Sie anschließend neuen Rasen anwachsen lassen.

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